Arnold Schwarzenegger
Liebeserklärung an Österreich
- Rede bei UNIDO-Forum: "Freu mich riesig, wieder hier zu sein"
·Arnold in Wien
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·Wilder Lebensstil
Prof. Günter Bischof erzählt von "Terminators" freizügigem Umgang mit Frauen
Am Montag ist der kalifornische Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger in einem Privatjet am General Aviation Center in Wien-Schwechat gelandet. Genächtigt hat er in der Fürsten-Suite des Nobel-Hotels Imperial. Arnie hat am Dienstag beim Wiener Energieforum der UNIDO eine Rede gehalten. Danach hat sich die steirische Eiche mit Bundeskanzler Faymann und Bundespräsident Fischer getroffen.
Der mit Spannung erwartete Auftritt von Arnold Schwarzenegger beim Wiener Energieforum der UNIDO begann recht unerwartet mit einer Liebeserklärung an seine alte Heimat Österreich, die der schon in jungen Jahren in die USA ausgewanderte Steirer in Deutsch abgab. "Für mich ist es wunderschön, wieder einmal in Österreich zu sein, wieder einmal in Österreich aufwachen zu können", ertönte es vor dem doch etwas überraschten internationalen Publikum in der Wiener Hofburg. "Ich freu mich riesig, wieder hier zu sein", sagte ein strahlender und braun gebrannter Schwarzenegger, der - wohl aus Anlass des Themas - eine grüne Krawatte zum Anzug gewählt hatte.
Positive Erinnerungen
In Wien seien für ihn so viele positive Erinnerungen an Schönes erwacht, "der herrliche Kaffee, der Kaiserschmarrn, die Musik von Mozart, Wiener Schnitzel", sinnierte er. Auch das steirische Kürbiskernöl bekam ein Lob des in Thal bei Graz Geborenen heute 63-Jährigen ab. "Amerika ist zwar das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aber hier in Österreich hat alles begonnen", schilderte der Bodybuilder, Filmstar und Ex-Gouverneur von Kalifornien. Hier habe er seine ersten Meisterschaften gewonnen, hier habe er von seinen Eltern "den Willen zur harten Arbeit bekommen".
Weitere Danksagungen sprach er an Alfred Gerstl, einen Freund und Mentor aus Jugendzeiten, an den früheren steirischen Landeshauptmann Joschi Krainer, sowie "an meine geduldigen Vorgesetzten beim Bundesheer, wo ich Panzerfahrer war" aus - eine Tätigkeit, die Schwarzenegger offenbar nicht mit dem größten Ernst betrieben hatte, weil er sich noch heute darüber sehr amüsierte. Auch den österreichischen Medien wolle er danken, "sie haben mich immer fair behandelt", freute sich Schwarzenegger.
Leider sei er diesmal nur kurz in Österreich, aber spätestens im Herbst werde er bei der Eröffnung des Schwarzenegger-Museums in seinem Heimatort Thal bei Graz dabei sein, kündigte er an: "I'll be back!"
Güssing als Vorbild
Nach seiner Liebeserklärung an Österreich hielt "Arnie" in seiner knapp halbstündigen Rede ein Plädoyer für weltweite "Energie-Freiheit". Als Vorbild nannte er Güssing, das sich von einer Region ohne Zukunftsaussichten durch Energieautonomie und den Einsatz erneuerbarer Energie zu einer international beachteten Gegend mit boomender Wirtschaft gemausert habe
Treffen mit Faymann
Faymann empfing Schwarzenegger zu einem mehr als einstündigen Gespräch im Bundeskanzleramt. Dabei gab es einen Austausch über die politische Situation in Österreich und Europa. "Gouverneur Schwarzenegger hat im Gegenzug über die Politik in den USA im Bezug auf Umwelt, erneuerbare Energien, Arbeitslosigkeit berichtet. Er betonte weiters, dass er es richtig findet, dass die Große Koalition in Österreich den Weg der Mitte statt der Extreme geht", sagte Faymann.
"Unser Treffen ist in einer sehr guten und freundschaftlichen Atmosphäre abgelaufen." Schwarzenegger habe sich über die politische Situation in Österreich und in Europa genau informieren wollen. Abschließend habe Schwarzenegger betont, er würde sich freuen, wenn er Bundeskanzler Faymann in nächster Zeit auch einmal in Kalifornien begrüßen dürfe.
Abstecher in die Steiermark
Nach dem Gespräch mit Faymann ist der ehemalige kalifornische Gouverneur in die Steiermark gereist. Zum Teil mehrere Stunden lang haben Autogrammjäger und Bekannte des ehemaligen kalifornischen Gouverneurs vor seinem zum Museum umgebauten Geburtshaus gewartet.
Kurz nach 15.30 Uhr war die "steirische Eiche" mit seinem Privatjet am Flughafen Graz-Thalerhof gelandet. Noch direkt am Flugfeld begrüßte er das Ehepaar Gerstl - Alfred Gerstl ist des Filmstars und Ex-Politikers väterlicher Freund - und andere Bekannte und Spezis aus der Steiermark. Gegen 15.45 Uhr machte er sich dann auf den Weg zum Grab seiner Mutter Aurelia nach Weiz in die Oststeiermark.
Bis 17.15 Uhr mussten sich die rund 30 wartenden Fans des "Terminators" sowie zahlreiche Medienvertreter gedulden, bis der 63-Jährige endlich vor seinem Geburtshaus in Thal westlich von Graz ankam. Mit steirischer Volksmusik ist er von teils in Trachten gekleideten Ortsbewohnern und Freunden empfangen worden. Auch Alt-Landeshauptmann Josef Krainer begrüßte den "Governator" an jenem Ort, wo dieser seine Jugend verbracht hatte. Anschließend ging er mit Schulfreund Peter Urdl und anderen "Heimatbekanntschaften" durch das fast fertige Museum.
Essen mit Freunden
Danach hat Arnold Schwarzenegger noch einige Autogramme gegeben und ist anschließend in einem Hotel in Graz, das einem seiner Bekannten gehört, mit seinen Freunden essen gegangen. Anschließend hob sein Privatjet wie geplant wieder vom Flughafen Graz-Thalerhof ab. Sein nächstes Ziel dürfte die Schweiz sein.
"Sperminator": Affäre mit Ex-Angestellter
Zuletzt geriet der frühere "Mister Universum" vor allem wegen einer außerehelichen Affäre mit einer früheren Hausangestellten Mildred Baena in die Schlagzeilen. Die Affäre, aus der ein Kind entstand, wurde öffentlich, als Schwarzenegger und seine Frau, die Kennedy-Nichte Maria Shriver, im Mai ihre Trennung nach 25 Jahren Ehe bekanntgaben.


