ATV-Bauer tötet Freundin
"Mein Gott, unser Fredl"
- 2.000-Seelen-Gemeinde fassungslos über brutale Bluttat des TV-Landwirten Alfred T.
Eine ganze Gemeinde steht unter Schock. Wo bis vor kurzem noch ländliche Eintracht herrschte, macht sich jetzt Fassungslosigkeit breit. Am Montag tötete der ATV-Bauer Alfred T. seine 46-jährige Lebensgefährtin Cornelia L. und richtete sich danach selbst. Von diesem Tag an es wird in Göstling an der Ybbs wohl nie mehr so sein wie zuvor.
"Der Fredl war ein lieber und arbeitsamer Bursche", sagt der Göstlinger Bürgermeister Franz Heigl gegenüber "kurier.at". Ihm geht es wie allen anderen, die den Täter kannten: Er kann sich die brutale Tat des 43-Jährigen, der die Frau fürs Leben suchte, nicht erklären. "Mein Gott, so was, unser Fredl", gibt eine Nachbarin des Mörders gegenüber "krone.at" von sich. Er sei ein so hilfsgereiter und lieber Mensch gewesen - "und jetzt das." Das kann Rudolf B., Zug-Kommandant der ansässigen Feuerwehr, nur bestätigen: "Wennst den Fredl 'braucht hast, war er immer zur Stelle. Da hat's nix 'geben."
2.000-Seelen-Gemeinde unter Schock
Die Bewohner der 2.000-Seelen-Gemeinde sind sich einig: Niemand hätte Alfred T. diese brutale Bluttat zugetraut. Doch auch in einem anderen Punkt herrscht - wenn auch unter vorgehaltener Hand - Eintracht: Eigentlich ging es am Schober Hof in Göstling immer ruhig zu - bis Cornelia L., Alfreds Internet-Bekanntschaft, bei ihm einzog. Wie "Österreich" berichtet, hatten die beiden schön früh miteinander zu kämpfen. Seitdem sie im Herbst 2010 mit Sack und Pack vor seiner Tür stand, bereit, von einem Tag auf den anderen Bäuerin zu sein, kam es immer wieder zu Streitigkeiten: Sie soll Kleidungsstücke von Alfred verbrannt und Telefonkabel aus den Wänden gerissen, er mit Wutausbrüchen reagiert haben. Und das, wo Alfred laut "krone.at" anfangs doch "ganz narrisch" nach seiner Conny war.
Mutter flüchtete
Als dann die Mutter des ATV-Bauern vom Hof wegzog und sich eine Wohnung im Ort nahm, wurden die Nachbarn stutzig. "Das hat uns verstört, denn die Altbäuerin bleibt doch immer am Hof", so ein Nachbar gegenüber "Österreich". Auch die 16-jährige Tochter aus Alfred T.s erster Ehe flüchtete vom Hof. Sie zog zu ihrer Mutter nach Ybbsitz. Anders als ihrem 14-jährigen Bruder blieb es ihr erspart, das Drama hautnah mitzuerleben. Der jüngere der beiden Söhne fand die tote Cornelia L. regungslos und blutüberströmt auf dem Küchenboden des Bauernhauses liegen. Was der Bub zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: Er verlor nicht nur eine potentielle Schwiegermutter, sondern auch seinen Vater, der sich nach der Bluttat im Heuschober am eigenen Hof selbst richtete.
Gerüchte um Abschiedsbrief
Nun gehen Gerüchte um einen Abschiedsbrief um, den man in der Hosentasche des Täters gefunden haben soll. Was aber tatsächlich der Grund für diese grausame Tat war - darüber kann man bislang nur Mutmaßungen anstellen.
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