Donnerstag, 5. Mai 2011

Lieber Wiener Küche statt Currywurst: Elke Winkens über das chice Motto am Fluss

  • Warum die Schauspielerin das In-Lokal so sehr liebt
  • Rezept zum Nachkochen: Zander ála Motto am Fluss

 

Morgens, mittags, abends: Schauspielerin Elke Winkens findet immer einen Grund, im chicen „Motto am Fluss“ vorbeizuschauen.

Entdeckt hat Elke Winkens das Motto am Fluss vom Taxi aus. „Ich kam gerade vom Flughafen und fuhr am gegenüberliegenden Ufer des Wiener Donaukanals entlang, als ich das Lokal sah“, erzählt die Schauspielerin, die regelmäßig zwischen Wien und ihrer alten Heimat Deutschland pendelt. „Ich bin sofort aus dem Taxi und mit dem Reisekoffer in der Hand ins Lokal, so begeistert war ich von der Lage und der Architektur!“ Die Begeisterung ist geblieben, inzwischen ist Elke Winkens Stammgast in dem zum Reich des Gastronomen Bernd Schlacher gehörenden Motto am Fluss, sie wird von der sympathischen Mannschaft mit Namen und von Küchenchef Mario Bernatovic (er lernte u. a. beim großen Alain Ducasse in New York!) sogar mit Küsschen begrüßt. „Ich bin einfach gerne hier. Ob fürs Frühstück, für einen Drink auf der großen Sonnenterrasse oder für ein feines Abendessen, das Lokal ist einfach immer passend.“ Diesmal wählt sie Zander mit Cocobohnen-Cassoulet.

Dabei wurde der Schauspielerin die Liebe zu gutem Essen nicht unbedingt in die Wiege gelegt. „Meine Mutter war Tänzerin und hatte meist anderes zu tun, als daheim groß aufzukochen“, erinnert sich die gebürtige Rheinländerin. „Entsprechend oft gab es Currywurst mit Pommes frites.“ Dafür schwingt Elke Winkens jetzt selbst umso lieber den Kochlöffel: „Ich bin begeisterte Hobbyköchin, zwar nicht kreativ, dafür unglaublich akribisch im Nachkochen von Rezepten.“ Ihr aktuelles Selbermach-Lieblingsgericht: klassischer Tafelspitz. „Den habe ich vom Chefkoch im Plachutta gelernt – für einen Auftritt in der TV-Sendung Das perfekte Promi Dinner.

Nicht im Fernsehen, sondern auf der großen Leinwand kann man Frau Winkens dann im Sommer bewundern. Mitte Juli läuft ihr neuester Film Arschkalt in den heimischen Kinos an. Als Chefin einer Firma für Tiefkühlkost tritt sie darin an, eingefrorene Beziehungen aufzutauen. Klingt herzerwärmend – und ist es auch!

Zum Nachkochen aus der Küche des Motto am Fluss

Zander mit Cocobohnen-Cassoulet

Zutaten: 4 Zanderfilets, 8 EL trockene Cocobohnen, 4 Speckscheiben, 4 Thymianzweige, 4 Karottenstücke, 4 Selleriestücke, 4 Stück gelbe Rübe, 1 gedrückte Knoblauchzehe, Lorbeerblätter, 1 Schmortomate, gewürfelt, 4 EL Paprika rot, geschält und gewürfelt, 8 EL breite Bohnen, in Rauten und blanchiert, 2 EL Butter, 4 TL Zwiebelpüree, 1 TL Bohnenkraut, 4 TL Petersilie, gehackt, 1/2 l Fischfond; Petersilie, Thymian, Tafelöl, Butter, Öl zum Braten, Salz, Pfeffer, chinesische Knoblauchrauke, Gundelrebeblüten.

Zubereitung: Zander auf der Hautseite einritzen, würzen und in Öl glasig braten. Kurz vor Schluss mit Butterflocken verfeinern. Cocobohnen 1 Std. in Wasser einweichen. Mit frischem Wasser und restlichen Zutaten kochen, bis die Bohnen weich sind und die Flüssigkeit fast verdampft ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Frische Zutaten mit den Bohnen in Kasserolle geben, mit Fischfond kochen und mit Butter montieren. Mit Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken. Aus blanchierter Petersilie, Thymian und Öl Thymianöl mixen und durch ein feines Sieb abtropfen lassen.

Martin Kubesch

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5.5.2011 09:56
shogun53, 08. 05. '11 08:48
Wer sichs leisten kann
Sehr schönes Ambiente, jedoch auch Preise die sich nicht jeder leisten kann. Schon ein Wiener Schnitzel um 23Euro.
Ein Lokal für die Reichen oder für einmal im Jahr.