Vom Computer über das Handy zum TV:
Web-fähige Fernseher auf dem Vormarsch
- Märkte sind bereits reif für Internet-TV-Hybride
- Breitband-Boom ruft nun Hersteller auf den Plan

Internetfähige Fernseher sind im Vorjahr nur langsam aus der Deckung gekommen. In den kommenden Jahren arbeiten sich die Hersteller der Hybrid-TVs aber kontinuierlich nach oben, wie die Marktforscher von DisplaySearch aufzeigen. Neben breiteren Inhaltsangeboten und neuen Technologien trägt auch der Vormarsch des Breitbands dazu bei, dass Web auf dem TV Einzug in die Wohnzimmer finden wird.
Gegenüber dem Vorjahr soll sich der Markt schon bis 2012 verdoppeln und bis 2014 gar verdreifacht haben. 3D-Fernseher sowie Hybrid-Geräte mit Internet-Funktion entwickeln sich nach Ansicht der Branchenkenner aber dennoch erst in den nächsten Monaten zu den Top-Themen in der TV-Landschaft. Weltweit ist der Connected-TV-Markt im Vorjahr hingegen bereits auf über 40 Mio. Geräte gewachsen.
Den globalen Vormarsch der Geräteklasse tragen in den kommenden Jahren vorwiegend Schwellenländer beispielsweise jene Osteuropas. Einige verfügen bereits jetzt über eine "großartige Breitband-Infrastruktur", wodurch sich der Internet-TV-Markt über Regionen wie Westeuropa oder Japan hinaus entwickeln kann. Eine besonders kräftige Nachfrage identifizieren die Experten zudem in China, wo schon 2013 jeder dritte Flachbild-Fernseher internetfähig sein soll. Weltweit steigt der Absatz der Hybrid-Geräte bei einem jährlich 30-prozentigen Wachstum auf über 123 Mio. bis 2014.
Segmentierung
Allerdings wird sich der Connected-TV-Markt laut DisplaySearch je nach technologischer Ausstattung der Geräte in verschiedene Marktsegmente aufteilen. Passivere Konsumenten begnügen sich etwa mit Basis-Funktionen wie IP-TV oder Video-on-Demand. Fortgeschrittenere Anwender setzen hingegen auf "Smart TVs", die beispielsweise konfigurierbare Apps, intelligente Suchfunktionen sowie erweiterte Benutzeroberflächen und ausgefeilte Navigations-Menüs bieten. In dem Bereich sind mitunter individuelle Upgrades und Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Geräten gefragt.
(pte/red)
