"Wurde gewürgt und zu Boden gedrückt": Asylwerber über Gewalt bei Abschiebung
- Vincent Ifeany ohne Papiere nach Nigeria geschickt
- Polizisten behandelten seinen Mit-Insassen wie Tier

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Vor wenigen Tagen sorgte ein weiteres Abschiebe-Drama in Wien für Aufsehen. Insgesamt 15 Flüchtlinge wurden mitten in der Nacht mit einen Charterflug in Richtung Nigeria geschickt, berichtete Ursula Omoregie vom Integrationsverein Schmetterling gegenüber NEWS.at Unter ihnen befand sich auch der Asylwerber George Vincent Ifeany, der über die unmenschlichen, gewalttätigen Zustände bei der Abschiebung berichtet.
In einem Brief an Ursula Omoregie, Obfrau des Vereins Schmetterling, schildert George Vincent Ifeany, wie er von der Polizei behandelt wurde. Eine Beamter habe ihn dazu aufgefordert, seine Sachen zu packen. Zuvor sollte er allerdings noch unterschreiben, mit seiner Abschiebung einverstanden zu sein. Da er dies nicht tun wollte, wurde er in Handschellen abgeführt und in eine Einzelzelle gesperrt.
Dreimal zum Entkleiden gezwungen
Am nächsten Tag wurde George Vincent Ifeany über seine Abschiebung nach Nigeria informiert. Da sein Name nicht auf der Liste stand, wurde er laut eigener Aussage vom Beamten ganz einfach handschriftlich hinzugefügt. "Ich habe kein Heimreisezertifikat für mich gesehen und nichts unterschrieben", so Ifeany. Dennoch wurde er gemeinsam mit 15 anderen Personen per Bus zum Flughafen Schwechat transportiert. Insgesamt dreimal musste er sich dort aus unerfindlichen Gründen komplett nackt ausziehen.
Brutal gefesselt und misshandelt
Vincent Ifeany berichtete Ursula Omoregie auch über die unmenschlichen Vorkommnisse während des Fluges. Ein junger Mann sei von den Polizisten wie ein Tier gefesselt und brutal misshandelt worden, so Ifeany. Selbst als er vor Schmerzen geschrien und geweint habe, hätten die Beamten ihn weiter festgehalten. Einer habe ihn sogar am Hals gepackt, gewürgt und zu Boden gedrückt.
Laut Ifeany befand sich auch eine Vertreterin eines Menschenrechtsvereins mit an Bord. Die Frau habe es allerdings unterlassen, Hilfe zu leisten.
Weiterführender Link:
www.schmertterling.org
(red)
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