Nordkorea provoziert mit Insel-Beschuss:
Granatenangriff fordert vier Todesopfer
- Schwerster Angriff auf Südkorea seit Kriegsende '53
- 23. November: Barack Obama zeigt sich "empört"
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Bei einem nordkoreanischen Granatenangriff auf eine südkoreanische Insel im Gelben Meer sind insgesamt vier Menschen getötet worden. Es handelte sich dabei um zwei Soldaten und zwei Zivilisten. Südkorea hatte das Granatfeuer aus Nordkorea erwidert. Es war einer der schwersten Angriffe auf das Nachbarland seit dem Ende des Korea-Kriegs im Jahr 1953.
Die Regierung in Seoul kündigte bei einem neuerlichen Angriff einen "enormen Gegenschlag" an. Das ebenfalls mit weiteren Drohungen an die Öffentlichkeit getretene kommunistische und verarmte Nordkorea kam mit Vorwürfen: Südkorea schade mit "rücksichtslosen militärischen Provokationen" die Beziehungen auf der Koreanischen Halbinsel und indem es humanitäre Hilfe verzögere, hieß es in der offiziellen Nachrichtenagentur KCNA. Südkorea bringe den Prozess zur Verbesserung der inter-koreanischen Beziehungen zum Entgleisen, ruiniere die bilateralen Rotkreuz-Gespräche und treibe die Situation an den Rande eines Krieges, indem es eine Politik der Konfrontation mit der Demokratischen Volksrepublik Korea verfolge.
Nordkorea hatte erklärt, die Südkoreaner hätten das Feuer eröffnet. Südkorea hielt nach eigenen Angaben kurz vor dem Beschuss durch Nordkorea ein reguläres Militärmanöver vor der Westküste ab. Die Testgeschoße seien allerdings in Richtung Westen und nicht in Richtung Norden abgefeuert worden.
USA empört
Vor allem die USA zeigten sich empört über den nordkoreanischen Beschuss nahe der umstrittenen Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea. US-Präsident Barack Obama bekräftigte die Bündnispartnerschaft mit Seoul, äußerte sich "empört". Zugleich kündigte Washington indes eine "maßvolle und gemeinsame" Antwort an, bei der China und die anderen Länder der von Pjöngjang verlassenen Sechs-Parteien-Gespräche zur Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms eingebunden sein sollen.
(apa/red)










