13.12.2010 15:17

Absolute Mehrheit der SPÖ ist gebrochen:
Freiheitliche gewinnen in Wien massiv dazu

  • 10. Oktober: Sozialdemokraten nur mit 44,34 Prozent
  • Häupl geht eine Koalition mit Vassilakous Grünen ein

Die FPÖ unter ihrem Spitzenkandidaten Heinz-Christian Strache triumphiert und die SPÖ verliert ihre absolute Mandatsmehrheit: Dies sind die beiden markantesten Ergebnisse der Wien-Wahl 2010. Die Freiheitlichen erreichten 25,77 Prozent der Stimmen und kratzten damit haarscharf an ihrem Allzeithoch, das 1996 unter Jörg Haider mit 27,94 Prozent erreicht wurde. Die SPÖ sackte auf 44,34 Prozent ab und musste sich einen Koalitionspartner suchen, den sie mit den Grünen auch gefunden hat.

Herbe Verluste standen auch der ÖVP ins Haus, die auf überraschend niedrigen 13,99 Prozent zu liegen kam. Moderater der Abbruch des Wählervertrauens bei den Grünen, die 12,64 Prozent erreichten. Marginal zulegen konnte das BZÖ, das unter Spitzenkandidat Walter Sonnleitner jedoch mit 1,33 Prozent den Einzug in den Gemeinderat klar verfehlte. Auch für die KPÖ ist mit 1,12 Prozent das Stadtparlament in weiter Ferne. In diesem kommt die SPÖ auf 49 Mandate, die FPÖ auf 27, gefolgt von der ÖVP mit 13 und den Grünen mit 11 Mandaten.

Da Michael Häupl eine Zusammenarbeit mit der FPÖ ausschloss, standen für die SPÖ nur zwei Koalitionspartner zur Auswahl: Die ÖVP und die Grünen. Schließlich entschied sich der Wiener Bürgermeister für letztere Option, womit in Österreich die erste rot-grüne Koalition Wirklichkeit wurde. In der neuen Stadtregierung bekleidet Grünen-Chefin Maria Vassilakou nun die Ämter der Vizebürgermeisterin und des Verkehrsstadtrates, der Rest bleibt in sozialdemokratischer Hand.

(apa/red)

13.12.2010 15:17
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