13.10.2010 08:43
Grüne luchsen der FPÖ noch ein Mandat ab:
Briefwahlstimmen verschieben das Ergebnis
- Wien: Briefwähler verschaffen Grünen 11. Mandat
- 45.000 weitere Wahlkarten werden noch ausgezählt
Die Wiener Briefwähler hielten sich nicht an das bekannte Muster: Anders als üblich legte die SPÖ durch die Briefwähler ein wenig zu und die Grünen verloren etwas an Stimmenanteil. Dem gewohnten Muster entspricht der leichte Zuwachs für die ÖVP und das Minus für die FPÖ. Höher als 2005 liegt mit der Auszählung der ausgewerteten 84.964 Gemeinderats-Wahlkarten nun die Wahlbeteiligung.
56,90 Prozent betrug die Wahlbeteiligung am Wahlsonntag, 64,32 Prozent heute - was gegenüber 2005 einen Zuwachs um 3,51 Prozentpunkte bedeutet. Mit der Endauszählung am kommenden Montag wird sie über 65 Prozent ansteigen.
Die SPÖ konnte sich durch die Briefwähler gegenüber dem Wahlsonntag (44,29 Prozent) auf 44,55 Prozent verbessern, ebenso die ÖVP von 13,25 auf 13,84 Prozent. Die Grünen büßten ein wenig Stimmenanteil ein, von 12,21 auf jetzt 12,19 Prozent - und die FPÖ in deutlicherem Ausmaß von 26,98 auf 26,18 Prozent. Wahlarithmetisch ergibt das die Wanderung des Mandats von Blau zu Grün. Bei den bisher acht Landtagswahlen (und auch der einen Nationalratswahl) mit Briefwahl hat die SPÖ (wie schon früher bei den Auslands-Wahlkarten) nur einmal etwas zugelegt, und zwar 2009 in Kärnten - und die Grünen profitierten bisher von der Briefwahl.
ÖVP verliert am meisten
Den vergleichsweise größten Verlust gegenüber der Wahl 2005 hat damit immer noch die ÖVP erlitten, nämlich 4,93 Prozentpunkte (von 18,77 Prozent). Die SPÖ liegt nun um 4,54 Prozentpunkte unter den 49,09 Prozent des Jahres 2005, die Grünen um 2,44 Prozentpunkte unter den damaligen 14,63 Prozent. Die FPÖ (2005 14,83 Prozent) lukrierte als einzige Partei einen Zuwachs von 11,35 Prozentpunkten.
Das BZÖ kommt inklusive Briefwahl-Zwischenauswertung auf 1,35 Prozent, die KPÖ auf 1,11, das LIF auf 0,67, MUT auf 0,07, die SLP auf 0,01 und DEM auf 0,04 Prozent.
Spannung in Wieden
Auch in den Bezirksvertretungen haben sich Mandatsverschiebungen ergeben - konkret in 13 von 23 Bezirken. Allerdings: Die ersten Plätze blieben jeweils unangetastet. Knapp ist es nach der Briefwahl-Zwischenauswertung jedoch im Bezirk Wieden, wo der ÖVP, die bisher dort an der Spitze lag, jetzt nur mehr 84 Stimmen auf die SPÖ fehlen.
(apa/red)
derpradler, 14. 10. '10 15:54
die Familienzerstörerinnen
in der Wiener Regierung, Prost Mahlzeit!
ma.li, 13. 10. '10 16:29
unfassbar!
vassilaku & co: undemokratische, die wahl betrügende grinsekatzen! und darauf auch noch stolz sein. zum schämen!!!
Hugoport, 13. 10. '10 15:17
das haben sich die Chaoten nicht verdient !
Die Briefwahl gehört sofort abgeschafft ! Da ist ja jeder Manipulation Tür und Tor geöffnet !
belwalter, 13. 10. '10 12:32
27% gegen 73%
ich lese immer, die Blauen müßen mitregiern, der wähler wollte das so??????
warum????
73% haben gegen die Blauen gestimmt und das ist ja aussagekräftig genug, oder??
Aja, die blaue Gefolgschaft hat ja ein niedriges Bildungsniveau deshalt glauben die, 27% ist die Mehrheit, jetzt vertsehe ich das!!
Das haben uns ja hier schon manche User wie Freak40 und Co vorgezeigt!
BadLieutenant, 13. 10. '10 12:41
Re: 27% gegen 73%
55,45% haben übrigends die SPÖ NICHT gewählt ... nach deiner Argumentation müßte/dürfte die also auch nicht (mit)regieren. ;-)
nonane, 13. 10. '10 14:50
Re: 27% gegen 73%
Und 87,81% haben die Grünen nicht gewählt.
Und 86,16% haben die Schwarzen nicht gewählt.
Und doch wird es eine Koalition mit einer dieser Beiden geben.
ABER:
das ist Demokratie - und da muss man auch nicht meckern...
fiore696, 13. 10. '10 12:08
Wahlkarten...
sind ein totaler 'Betrug' sieht man ja im Burgenland !! Ich hoffe, es wird in Wien ebenfalls genau kontrolliert bzw. wird sich dies auch bestätigen !!
PAstorPeitl, 13. 10. '10 10:21
Irgendwie interessant
Ist es ihnen schon aufgefallen. Schauen Sie sich einmal die Tageszeitungen von heute genau an.
Denn: Selten unterscheiden sich die Tageszeitungen.
Heute aber schon: In der Bekanntgabe des Wahlergebnisses
(Sonstige schwankt von 0,8 bis 1,6% und die Anderen mit. Was nun?)
Euer
Pastor Hans-Georg Peitl
http://jachwe.wordpress.com
belwalter, 13. 10. '10 12:26
Re: Irgendwie interessant
auch verlieren will gelernt sein!!
So Gruppierungen wie deine Liste sind eben nur Wichtigmacher, sonst nix!
PAstorPeitl, 13. 10. '10 12:43
Re: Irgendwie interessant
Auch 0,8 bis 1,6 % sind irgendwelche 2000 - 3000 Stimmen, die glücklicherweise Häupl nicht gewählt haben.
Unsere erklärten Ziele:
1.) Formierung einer gemeinsamen Mannschaft aus einer Reihe Kleinparteien
2.) Antreten in möglichst vielen Bezirken (6 Stück)
3.) Brechen der absoluten Häupls
Und das eigentlich nur die Parteien, die über dem Strich mit einem Plus rausgekommen sind, dieses gemacht haben können ist klar. Also:
FPÖ, BZÖ, LIF, MUT und DEM
Sprich: Verstehe nicht, wie ich verlieren weg stecken soll, wenn wir alle unsere Ziele erreicht haben.
LG
Pastor Hans-Georg Peitl
PAstorPeitl, 13. 10. '10 12:44
Re: Irgendwie interessant
Hier hast Du die Gewinner.
http://kurier.at/nachrichten/wahl/ergebnisse/24/detail/9
PAstorPeitl, 13. 10. '10 10:18
Glaube ich
Diese Überschrift glaube ich.
Abluchsen ist bei der Annahme eines Wahlbetrugs ganz sicher das richtige Statement.
Euer
Pastor Hans-Georg Peitl
http://jachwe.wordpress.com
brabus, 12. 10. '10 16:48
Wahlen
Schaut man sich die Kriterien an, anhand dessen jemand eine Stimme für einen Wahlwerber abgibt, kann kommt nur eines dabei raus: das Volk wählt ein Kasperltheater, bei dem sich vor der Wahl (im Wahlkampf) der Kasperl, Petzi, das Krokodil und andere herumgeprügelt haben. Sie haben keine Lösungen für die Zukunft vorgestellt, sie haben bestenfalls kritische Themen entweder gemieden (SPÖ, ÖVP) oder verstärkt (FPÖ). Der Wähler hat demjenigen die Stimme gegeben, der wohl die beste Rolle gespielt hat. Nach der Wahl sucht jeder wieder seinen Platz im Kasperltheater mit etwas geänderter Rollenverteilung, und wir dürfen wieder die nächsten Jahre der Vorstellung beiwohnen, während vieles den Bach (oder die Donau) runtergeht. Armes Wien, armes Österreich.
maierhofer____, 13. 10. '10 01:06
Re: Wahlen
Sehr schöne Darstellung. Gewiss etwas überzeichnet, aber im Grossen und Ganzen äusserst zutreffend. ;)
KaiH, 12. 10. '10 11:33
Lug und Betrug
Den Wahlkartenstimmen kann keiner mehr trauen. Viele Anhaltspunkte für massive Wahlfälschungen liegen bereits auf dem Tisch. Und warum verliert die FPÖ ständig bei den Wahlkartenwählern zum Teil beträchlich. Es is schon merkwürdig, dass bei den Stimmen, die keiner direkter Kontrolle unterlegen, das Ergebnis der Partei, die von den "Regierenden" zum Teufel gewünscht wird, massiv schlechter ausfällt.
littlesteven, 12. 10. '10 13:02
Re: Lug und Betrug
nicht immer ist man opfer, auch wenn man sich in dieser rolle vielleicht gut gefällt. die fpö wird auch nach der auszählung der briefwahlstimmen immer noch der klare wahlgewinner sein. dass dabei die fpö kaum einmal zu den gewinnern zählt, liegt aber sicher nicht an wahlbetrug, sondern an der zusammensetzung der wählerschaft, die einfach eher direkt als mit wahlkarten wählt. ich bitte das jetzt nicht als attacke meinerseits aufzufassen - das ist völlig wertfrei und eine nachgewiesene tatsache.
nonane, 12. 10. '10 10:36
Denkansatz:
Wenn Strache so dumm ist wie hier immer manche behaupten, wie schafft er es dann dass ihn so viele Leute wählen?
jaja - ich weiß schon, weil jeder FPÖ-Wähler dumm und leicht beeinflussbar ist.... schon klar... dass ist der Schlachtruf der Pseudointellektuellen...
Aber:
Wenn jeder FPÖ-Wähler so dumm und leicht beeinflussbar ist, wieso schaffen es dann die ach so intelligenten Roten und Grünen nicht diese ach so einfach zu beeinflussenden Wähler für sich zu gewinnen?
...ich meine es sollte doch für so kluge Köpfe ein Leichtes sein dem ach so dummen Strache diese ach so dummen Wähler abzuwerben... hmm?
oder sind sie eben doch nicht so intelligent wie sie glauben zu sein... - quasi "pseudointellekutell"
higgs70, 12. 10. '10 21:21
Re: Denkansatz:
nein, dumm würd ich nicht sagen, vielleicht ein bißchen "kurzsichtig" und mehr unzufrieden als andere. Denn mal ehrlich: ein Merkmal, das bei uns Menschen in der heutigen Gesellschaft besonders hervorsticht, ist doch die chronische Unzufriedenheit. Entweder wir wollen mehr oder wir wollen etwas anderes, neueres oder besseres. Sei es im Privatkonsum, Privatleben oder wo auch immer. So wie's grad ist, passt's uns halt selten. Ebenso trifft das auf die Politik zu. Ich kann mich jedenfalls in den letzten Jahren an keine Wahl erinnern, bei der die regierenden Parteien nicht verloren hätten.
So gesehen wünsche ich dem Herrn Strache ja wirklich fast eine Regierungsbeteiligung, denn eines ist gewiß: Es gibt nichts, das einen Demagogen mehr entkräftet als Verantwortung!
higgs70, 12. 10. '10 21:24
Re: Denkansatz:
...muß aber nicht unbedingt Wien ( als Aushängeschild Österreichs ) sein. Ein kleines Städtchen im Südburgenland tät's auch...nur mal so zum Ausprobieren;-)))
freeyourmind, 13. 10. '10 09:16
Re: Denkansatz:
Fakt ist, dass FPÖ den Großteil Ihrer Stimmen aus Gruppen mit geringerem Bildungsniveau bezieht. Was ich aber als negativ ankreide ist, dass die FPÖ komlexere Themen immer wieder dermaßen vereinfacht, dass deren Richtigkeit verloren geht. Es gibt eben gewisse Themen die sich nicht vereinfachen lassen, und um diese zu kapieren ist die Initiative jedes einzelnen gefragt. Herr Strache jedoch macht "mundgerechte Stückchen", sodass es anscheinend jeder versteht. Als überspitztes Beispiel: "die Zuwanderung ist Schuld an ....", also stoppen wir diese. Und wie schon gesagt wurde, es gibt viele unzufriedene Menschen, für die muss ein Sündenbock gefunden werden. Strache ist perfekt im Problem aufzeigen, deshalb brauchen wir ihn ja, aber im Problem lösen haben wir ihn zum Glück noch nie gesehen!
mundl66, 13. 10. '10 10:18
Re: Denkansatz:
dumm, kurzsichtig geringes Bildungsniveau?
bsunders gscheit braucht ma net sei das ma sicht wos bei uns ois falsch rennt !
Mei Denkansatz an olle Supergscheidn;
Is Intelligenz a Segn oda a Strafe ?
higgs70, 13. 10. '10 11:19
Re: Denkansatz:
@ freeyourmind
meine volle Zustimmung, genau das meinte ich mit "kurzsichtig"
nonane, 13. 10. '10 11:24
Re: Denkansatz:
Freeyourmind schreibt: "Fakt ist, dass FPÖ den Großteil Ihrer Stimmen aus Gruppen mit geringerem Bildungsniveau bezieht." ---> das ist völliger Schwachsinn da die Wahl ja anonym ist. ---> diese Behauptung resultiert einfach nur aus einer Befragung von diversen Leuten - und das Ergebnis wurde dann hochgerechnet.
Die geringe Bildung derjenigen welche zugaben die FPÖ zu wählen kann reiner Zufall sein.
oder:
Die intelligenten Blauwähler haben nicht mitgemacht weil sie ja genau wissen dass sie dann als Nazis abgestempelt werden. -- und somit blieben nur die dummen Blauwähler übrig welche bei der Umfrage mitmachten.
Genau weiß ichs leider nicht ---> aber die Ergebnisse solcher roten od. schwarzen Umfragen wissens ja auch nicht genau...
günza, 13. 10. '10 11:36
Re: Denkansatz:
der Strache sagt seine Meinung eher direkt und unverblümt heraus und überzeichnet dabei die jeweilige Situation. Interessanterweise wird das dann von den anderen Parteien aufgenommen und als eigene Idee verkauft. Um den meisten Bürgern etwas klar zu transportieren muss es eben auch bei der Wortwahl überzeichnet geschehen. Ich denke, dass die FPÖ Wähler genauso dumm oder eben gescheit sind wie die der anderen Parteien.
freeyourmind, 13. 10. '10 13:08
Re: Denkansatz:
@ nonane: Klar kann die Aussage über Wählergruppen nicht direkt erhoben werden, da eine Wahl ja anonym ist. Allerdings sollte man Statistik/Befragungen nicht unterbewerten, natürlich ist die Gewissheit immer nur eine Prozentzahl, aber dies als Schwachsinn abzutun... nun gut. Vielleicht kann ich diesen Schluss auch daraus ziehen, wenn man auf Besucher seiner Veranstaltungen achtet, sich generell umhört...dies ist natürlich wissenschaftlich nicht zulässig aber ich stelle es in den Raum. Jedoch stehe ich zu dieser Aussage! Man darf mich hier aber nicht falsch verstehen, der Umkehrschluss gilt nicht! Es heißt nicht, dass jeder Blau-Wähler geringer gebildet oder gar dumm ist. Die Partei hat ihren Erfolg, regieren muss sie nicht, sie hat Zeit für Marketing und das macht sie gut.