Österreich will von Studenten Bares sehen:
70 Prozent befürworten Studiengebühren
- Studie: Nur geringer Anteil grundsätzlich dagegen
- Hälfte der Befragten will Gebühren "auf jeden Fall"

·Studiengebühr von 800 Euro/Semester?
Karl will Studierenden
ins Geldbörsel greifen
·Ist für die Note
bald Bares fällig?
Ministerin Beatrix Karl will
Gebühren für Prüfungen
·Regierungskrach
zum Schulbeginn
Koalition gräbt wegen
Bildung Kriegsbeil aus
·Uni-Hürden hätten einen positiven Effekt
Studie: Offener Zugang hemmt die hohe Qualität
·Österreicher für Uni-
Zugangsbeschränkung
Umfrage: 81 % dafür. Hälfte auch für Gebühren.
Sieben von zehn Österreichern haben sich in einer Umfrage des Linzer market-Instituts dafür ausgesprochen, dass Studiengebühren bezahlt werden müssen. Nur ein Drittel der Befragten meinte, dass die Universitäten aus Steuermitteln finanziert werden sollten. Für diese Studie wurden im September 400 Österreicher repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren telefonisch befragt.
Zur Beantwortung der Frage "Ab dem Jahr 2013 werden die österreichischen Universitäten mehr Geld brauchen, wie soll das ihrer Meinung nach am besten finanziert werden?" wählten mehr als die Hälfte (54 Prozent) "über Studiengebühren", 33 Prozent nahmen die Antwortmöglichkeit "über Steuermittel".
"Sind Sie eher dafür, dass Studiengebühren gezahlt werden müssen", bejahten 70 Prozent der Befragten, 49 Prozent stimmten sogar mit "auf jeden Fall". Erkennbar sei auch ein Stadt-Land sowie ein Ost-West-Gefälle. Am Land sind 82 Prozent für die Gebühren, in den Landeshauptstädten nur 58 Prozent. Eine geringere Freude mit Studiengebühren haben die Ostösterreicher im Vergleich zu den Westösterreichern.
Nur neun Prozent lehnen Gebühren ab
Neun Prozent lehnen die Gebühren grundsätzlich ab. "Auf keinen Fall" möchten 16 Prozent der Interviewten, dass für die Universität gezahlt werden muss. Die stärksten Gegner der Gebühren finden sich unter Maturanten und Universitätsabgängern mit 35 Prozent und in den Landeshauptstädten mit 34 Prozent.
"Anstatt Studierende ohne Einkommen mit fragwürdigen Studiengebührenmodellen zur Kasse bitten zu wollen", sollte Wissenschaftsministerin Karl "das Geld dort suchen, wo es auch zu holen ist", argumentieren die Studentenvertreter der Österreichische HochschülerInnenschaft. Vermögen werde in Österreich "so gut wie nicht besteuert", eine Anhebung auf den OECD-Durchschnitt würde mehrere Milliarden Euro bringen, so die ÖH.
(apa/red)

