Freitag, 10. September 2010

Sarrazin räumt seinen Posten freiwillig:
Streitbarer Buchautor verlässt Bundesbank

  • Steht wegen Ausagen über Migranten in der Kritik
  • Zusammenarbeit wird "einvernehmlich beendet"

Nach der heftigen Kritik an seinen Äußerungen über Migranten tritt Thilo Sarrazin Ende des Monats von seinem Vorstandsposten bei der deutschen Bundesbank zurück. "Mit Blick auf die öffentliche Diskussion werden die Beteiligten ihre Zusammenarbeit zum Monatsende einvernehmlich beenden", teilte die Bundesbank mit.

Sarrazin bat demnach den deutschen Bundespräsidenten Wulff um die Entbindung von seinem Amt. Wulff begrüßte die Bitte von Sarrazin nach seiner Entlassung. Wulffs Sprecher Olaf Glaeseker sagte: "Der Bundespräsident wird dem Antrag von Herrn Sarrazin entsprechen und begrüßt die einvernehmliche Lösung mit der Deutschen Bundesbank."

Den Antrag auf eine vorzeitige Entlassung Sarrazins zog die Bundesbank zurück. "Der Vorstand der Deutschen Bundesbank und das Vorstandsmitglied Dr. Thilo Sarrazin sind sich ihrer Verantwortung für die Institution Deutsche Bundesbank bewusst", hieß es in der Mitteilung. Der Bankvorstand dankte Sarrazin "für die von ihm als Mitglied des Vorstands geleistete Arbeit". Beide Seiten würden sich in dieser Angelegenheit nicht mehr äußern, hieß es weiter.

Erleichterung beim Präsidenten
Am Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten, der über eine Entlassung Sarrazins hätte entscheiden müssen, zeigte man sich erleichtert. Bundespräsident Wulff begrüßte die Entscheidung wie auch die deutsche Bundesregierun.

SPD-Fraktionsvorstandsmitglied Edathy legte Sarrazin ein freiwilliges Ausscheiden aus der Partei nahe. Edathy begrüßte am Freitag den Verzicht Sarrazins auf seinen Posten im Bundesbank-Vorstand. "Sollte es sich hierbei tatsächlich um einen Schritt aus Einsicht handeln, dann sollte der nächste Schritt folgen: Der Austritt aus der SPD", sagte Edathy Handelsblatt Online.

Sarrazin selbst sagte, er habe in den vergangenen 14 Tagen "massiven Druck" gespürt. "Das war für mich nicht einfach."

(apa/red)

10.9.2010 13:13
galileo2, 12. 09. '10 10:00
auch österreich schaft sich ab
wir sollten den mann auch nach österreich holen, denn diese linken brüder von rot grün scheißen uns zu mit den anatolischen Ziegenhirten zu.
hary1965, 10. 09. '10 12:02
Die kranken Linken in Deutschland
Man kann nur hoffen dass die kranke Linke Politik bald der Vergangenheit angehört sie ist eine Bedrohung für die Demokratie
Pragmatiker, 10. 09. '10 06:45
Dieser Mann gehört in die Politik!
Der würde auf Anhieb einen beträchtlichen Stimmenanteil bekommen!