Dienstag, 7. September 2010

So entkommen Sie einem "Scheißkerl": Ein Mann verrät uns 10 Tipps (und einen halben)

  • Roman Maria Koidl packt aus: Durchschaute Männer
  • So entkommen Sie einer Beziehung ohne Zukunft

Unter den Männern hat sich Roman Maria Koidl mit seinem Bestseller "Scheißkerle" keine Freunde gemacht. Hajo Schumacher bringt es auf den Punkt: "Wer soll mit diesem Buch etwas anfangen? Männer wissen das alles eh schon - und Frauen geht es nichts an!" Das sehen wir natürlich ganz anders - und stürzen uns wissbegierig auf die Tipps & Tricks des Männerbuch-Autors.

"Scheißkerle" sind laut Koidl Männer, die mit einer Frau aus den falschen Gründen zusammen sind. Bequemlichkeit, Sex, Machtgefühle - im Prinzip alles außer echter Liebe. Schockierend: Jeder Mann kann ein Scheißkerl sein - oder war in seinem Leben schon mal einer. Doch nicht nur, dass Koidl schonungslos, offen und auf den Punkt gebracht das Seelenleben und die Gedankenwelten des Durchschnittsmannes auf den Tisch legt, er schildert uns Frauen auch noch, wie wir die Fallen, die uns diese Typen stellen, umgehen können. Wichtig: Verinnerlichen Sie Koidls 101/2 Ratschläge!

1. Es ist schlimmer als Sie vermuten
Machen Sie es wie die Börsenbroker: Setzen Sie sich eine Stop/Loss-Marke. Es gibt Investments im Leben, die sind nicht zu gewinnen. Wenn Sie merken, dass Sie auf die Verliererseite geraten, dann schießen Sie den Typen ab. Sie werden ein Gefühl der Befreiung erleben und sich nicht mehr fremdbestimmt fühlen.

2. Die Geliebte verliert immer
Wie Oma so schön sagte: "Verschenken Sie Ihre Jugend nicht an jemanden, der es nicht wert ist." Das ist der Fall, wenn er sich nicht zu Ihnen bekennt. Es gibt keine hinderlichen Gründe. Was wollen Sie von einem Kerl, der nicht zu Ihnen steht?

3. Spielen Sie nicht - weder sein, noch Ihr eigenes Spiel
Die besten langfristigen Ehen sind offensichtlich jene, bei denen sich der Mann im Vorfeld so richtig intensiv um die Angebetete bemüht hat. Vergessen Sie die Idee, das künstlich zu intensivieren. Warten Sie einfach ab und lassen Sie ihn machen. Und wenn er sich keine besondere Mühe gibt: Finger weg.

4. Allem Anfang wohnt eine Info inne
Am Beginn gibt es immer einen Zauber, aber auch Informationen über den Fortgang der Beziehung. Was jetzt nicht klappt, wird niemals problemlos laufen. Fühlt sich die Sache nicht hundertprozentig an, dann schließen Sie das Kapitel mit voller Überzeugung sofort ab.

5. Es ist genau so, wie es sich anhört
Erzählen Sie die Geschichte so realistisch und so neutral wie möglich einer guten Freundin. Berichten Sie Fakten und verzichten Sie auf Relativierungen und Entschuldigungen, die Sie für "ihn" stellvertretend vortragen. Wenn Sie sich zu diesem Gespräch eine dritte Person vorstellen und denken: "Oh Gott, klingt das miserabel", dann ist es Zeit, die Notleine zu ziehen.

6. Hören Sie zu!
Männer verraten Ihnen, was immer Sie wissen wollen. Manchmal kommt die Wahrheit als Scherz verpackt ("Du weißt doch Schatz, ich habe es mal wieder mit unzähligen Frauen an allen unmöglichen Orten getrieben"), manches Mal in ihr Gegenteil verkehrt. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl - und Ihren Ohren.

7. Genügsamkeit ist keine Tugend
"Besser als nichts" ist ein Satz, denn Sie sofort streichen sollten. Besser auf sich allein gestellt, als abhängig von irgendeinem Typen, der nicht wirklich auf Sie steht.

8. Männer sind wie junge Hunde
Es gibt keine Entschuldigung und keine Erklärung für Betrug, Sex mit der Ex und ähnlichen Klamauk. Sind Sie ihm wichtig, wird er es nicht wagen, Sie zu betrügen. Allerdings - das müssen sich Frauen leider eingestehen - nicht aus Moral, sondern aus purer Angst, es könnte herauskommen. Seien Sie sich sicher: Männer sind wie junge Hunde. Und das erfahrene Frauchen weiß: Fiffi gehört an die Leine.

9. Weisen Sie zurück, was Ihnen missfällt
Männer sind außerdem wie Kinder ohne Erziehung. Was auch immer er also macht, was Ihnen nicht behagt: Schieben Sie der Sache möglichst schnell einen Riegel vor. Seien Sie freundlich, aber unmissverständlich.

10. Finger weg von bösen Jungs
Bad Boys sind schlecht für Sie. Sprechen Sie es einfach zehn Mal nach: "Bad Boys sind schlecht für mich."

101/2. Ende gut
Abschließend gibt Roman Maria Koidl allen Frauen seine persönliche Weisheit für ein Beziehungsende mit: "Wenn Sie sich dazu durchgerungen haben, eine Beziehung ohne Zukunft endlich zu beenden, und nun den brennenden Schmerz des Verlusts und der Eifersucht spüren, dann mag es Sie trösten, stets daran zu denken: Frauen leiden in der Beziehung, Männer erst danach."

Redaktion: Susanne Jelinek

Mehr zum Thema in "Scheißkerle" von Roman Maria Koidl, erschienen bei Hoffman und Campe, € 17,50

7.9.2010 09:23