Mobiles Internet bleibt meist zu Hause:
Viele User mit Leistung noch unzufrieden
- Umfrage: 80 Prozent nutzen mobiles Surfen daheim
- Plus: "Normale" Handys sind bald nur Geschichte
·Das mobile Internet ist eine lahme Ente
Test: Heimische Provider schummeln bei Surftempo
·Österreich Vorreiter bei mobilem Internet
Aber: Unter EU-Schnitt bei festen Anschlüssen
·Mobiles Internet ist auf der Überholspur
Mobilfunktechnik soll bald das Festnetz überflügeln
·Heimisches Breitband
im miesen Mittelfeld
Weltweite Studie ortet großen Nachholbedarf

Internetnutzung auf dem Laptop boomt trotz langsamer Übertragungsraten im Vergleich zu fixem Internetbreitband. Umso überraschender ist es, dass nur die Hälfte der Datenkartenbesitzer unterwegs das Internet nutzen. 80 Prozent des mobilen Surfens findet in den eigenen vier Wänden statt, so das Ergebnis einer internationalen Umfrage von Nokia Siemens Networks (Sample: 1.535 Befragte). Auffallend ist auch, dass das mobile Büro immer öfter in den Urlaub mitfährt: Jeder zweite Datenkartenbesitzer nutzt das World Wide Web auch im Urlaub.
Laut Umfrage kann die Kundenzufriedenheit nicht mit dem Boom bei mobilen Breitbandanschlüssen mithalten. "Die Anwendungszufriedenheit ist durchwegs geringer als beim fixen Internetzugang. Fünf bis zehn Prozent der Nutzer wollen aufgrund schlechter Erfahrungen sogar zum fixen Anschluss wechseln", so Nokia-Siemens-Österreich-Chef Dietmar Appeltauer vor Journalisten. Grundsätzlich sei zu beobachten, dass das sich Marktwachstum bei mobilen Lösungen zwar verlangsame, das Nutzungsverhalten aber intensiver werde.
Die Österreicher würden zu den Weltmeistern bei der mobilen Internetnutzung zählen. So wurden im Vorjahr 16 Millionen Gigabyte über das heimische Mobilfunknetz transportiert, im zehnmal so großen Deutschland nur 34 Millionen Gigabyte. Nach Einschätzung von Nokia Siemens wird in Österreich trotz des mobilen Internetbooms der fixe Anschluss eine Selbstverständlichkeit werden. Derzeit hätten drei von vier Haushalten einen kabelgebundenen Internetanschluss. In fünf Jahren sollen es 94 Prozent der Haushalte sein.
"Normale" Handys bald verschwunden
Eine nahezu explosionsartige Verbreitung wird für Smartphones, also High End-Handys wie das iPhone, erwartet. Derzeit haben 40 Prozent der Österreicher ein derartiges Gerät, in fünf Jahren soll es praktisch keine anderen Mobiltelefone mehr geben. (apa/red)
