Wenn das Geld vorn und hinten nicht reicht:
Immer mehr kommen mit Gehalt nicht aus
- 350.000 Beschäftigte müssen um Existenz kämpfen
- Hohe Lohnzufriedenheit bei Verwaltung & Unterricht

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Job denn zufrieden?
VIDEO-Umfrage: Was die Österreicher dazu sagen
·Arbeitslosigkeit
im August gesunken
Inklusive Schulungen sind
281.263 auf Arbeitssuche
Zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben: Immer mehr Österreicher haben Schwierigkeiten, von ihrem Gehalt zu leben. Bereits 350.000 Menschen können trotz regelmäßigen Einkommens ihre Rechnungen nicht bezahlen. Besonders gefährdet sind Frauen unter 25, Arbeiter und Migranten. Doch die berufliche Unzufriedenheit wird zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem: Schon fast jeder Zweite ist mit der Höhe seines Verdiensts unglücklich.
Laut dem von Arbeiterkammer OÖ und den Instituten IFES und SORA erhobenen Arbeitsklima-Index ist es um die Zufriedenheit der in Österreich Beschäftigten nicht besonders gut bestellt. 10 Prozent der Beschäftigten in Österreich kommen mit dem, was sie verdienen, nicht aus. Das sind mit 350.000 Personen um 38 Prozent mehr als noch vor 10 Jahren. Damals waren es 256.000 Menschen, die ohne Nebeneinkünfte nicht leben konnten. Frauen sind besonders häufig betroffen - 12 Prozent kommen gar nicht mit ihrem Lohn aus, 42 Prozent nur knapp.
Ähnlich stark betroffen sind Arbeiter und Migranten - von ihnen kommen jeweils 15 Prozent nicht mit ihrem Lohn aus. Bei freien Dienstnehmern beläuft sich der Anteil auf 12 Prozent. Die Hälfte der Arbeitnehmer kann dagegen "sehr gut" oder "vollkommen ausreichend" vom eigenen Lohn leben. Jedoch ist auch dieser Anteil rückläufig - 2000 lag er noch bei 55 Prozent.
Zufriedenheit sinkt
Immer weniger Beschäftigte sind mit der Höhe ihres Einkommens zufrieden. Im ersten Halbjahr 2010 waren 58 Prozent mit ihrer Entlohnung einverstanden, um 12 Prozent weniger als 2000 (65 Prozent). Am zufriedensten sind Mitarbeiter in der Verwaltung (71 Prozent) und Beschäftigte im Unterrichtssektor (68 Prozent). Am wenigsten zufrieden sind Leiharbeiter (27 Prozent), freie Dienstnehmer (42 Prozent), Arbeiter (47 Prozent) und Beschäftigte im Handel (56 Prozent).
Ältere Dienstnehmer sind häufiger mit der Einkommenshöhe zufrieden als junge. Über 46-Jährigen passt der Lohn zu 62 Prozent, unter 25-Jährigen zu 50 Prozent. Geringere Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen: 59 Prozent der Männer und 57 Prozent der Frauen sind mit ihrer Entlohnung einverstanden. In den Führungsetagen ist die Diskrepanz größer: 72 Prozent der Führungskräfte insgesamt passt das Gehalt - Männern zu 75, Frauen zu 67 Prozent.
(apa/red)

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