Österreich hechelt Konkurrenz hinterher:
Wettbewerbsfähigkeit des Landes am Sinken
- Schweizer Wirtschaft ist weiterhin die Nummer eins
- Lohnflexibilität & Anstellungspraxis als großes Manko

·Österreich lässt
Profis versauern
Qualifizierten Migranten
fällt die Jobsuche schwer
·Zuwanderer werden zu schlecht genutzt
Experten setzen unsere Politiker unter Zugzwang
·Staatsbürgerschaft für Ausländer-Babys
Grüne mit neuer Idee in der Zuwanderungsdebatte
·Analphabet aus den Bergen unerwünscht
Fekter für klare Regeln bei der Zuwanderung
·Kluge Köpfe machen Bogen um Österreich
Zuwanderungsdebatte
wird weiter angeheizt
·Zuwanderung spaltet Österreichs Politiker
Burgstaller für, Dörfler gegen Rot-Weiß-Rot-Card
Österreichs Wettbewerbsfähigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Besonders schlecht schneidet Österreich laut einer Studie des Weltwirtschaftsforums bei der Lohnflexibilität ab - hier gibt es mit Rang 139 die rote Laterne. Auch bei der Kündigungs- und Anstellungspraxis wird Österreich negativ eingestuft (Rang 110), während parallel dazu die Kooperation zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern als Stärke Österreichs eingestuft wird (Rang 10). Weitere Schwächen in Österreich sind demnach die Steuerrate (Rang 110), der Schutz von Investoren (109) und die Staatsverschuldung (112).
Punkten kann Österreich bei Gesundheitsbezogenen Kriterien von Säuglingssterblichkeit bis zur geringen Auswirkung von Aids-Erkrankungen auf die Wirtschaft. Im Schulbereich gibt es Lob für Internetzugänge in Schulen und Weiterbildung, Kritik an der geringen universitären Ausbildung und der schlechten naturwissenschaftlichen Schulung. Gut schneidet Österreich auch bei der Organisation der Wirtschaft ab. Institutionell sprechen für Österreich unter anderem der Schutz der Eigentumsrechte, ethisches Verhalten der Unternehmen, geringe Kosten wegen Terrorismus, negativ wirken sich hier etwa die hohe staatliche Regulierung oder das mangelnde Vertrauen in Politiker aus.
Die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt ist die Schweiz. Sie belegte in der jüngsten Umfrage des Genfer Instituts wie schon im vergangenen Jahr den ersten Platz. Dahinter folgen Schweden, Singapur und die USA (bisher 2. Platz). Österreich ist um einen Rang auf Platz 18 zurückgefallen.
Die Schweiz zeichnet sich nach diesen Erhebungen erneut durch Innovation und eine hoch entwickelte Geschäftskultur aus. So gehörten die Forschungsinstitute zu den besten der Welt. Hinzu komme eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die wiederum in Forschung und Entwicklung kräftig investiere. Auch der Arbeitsmarkt gehöre zu den leistungsfähigsten der Welt, schreiben die Autoren.
(apa/red)

