Donnerstag, 9. September 2010

Michael O'Leary bläst zum Großeinkauf:
Ryanair-Boss plant Kauf von 300 Flugzeugen

  • Geplatzter Deal mit Boeing soll doch getätigt werden
  • Plus: Sparfuchs O'Leary will auf Kopiloten verzichten

Europas größter Billigflieger Ryanair wird nach den Worten von Firmenchef Michael O'Leary möglicherweise bis zu 300 Flugzeuge kaufen. Es gebe die Option, nicht nur den geplatzten Kauf von 200 Boeing-Flugzeugen doch noch zu tätigen, sondern sogar bis zu 300 Maschinen entweder von Boeing oder dem europäischen Konkurrenten Airbus zu erstehen, sagte O'Leary der "Financial Times".

Im Dezember hatte Ryanair den Kauf der 200 Boeing-Maschinen vom Typ 737-800 im Wert von rund 15 Milliarden Dollar (11,77 Mrd. Euro) wegen eines Streits über die Lieferbedingungen abgeblasen.

Anders als British Airways-Chef Willie Walsh strebt der Ryanair-Chef offenbar keine Übernahmen an. O'Leary sagte, derzeit sehe er keine Fluggesellschaft am Markt, die es wert sei, gekauft zu werden. Ryanair hat vergeblich versucht, den irischen Rivalen Aer Lingus zu übernehmen.

BA hegt Übernahmefantasien
Erst vor wenigen Tagen hatte Walsh die Übernahmefantasien in der Luftfahrtbranche angeheizt. Obwohl die Fusion mit Iberia noch nicht unter Dach und Fach ist, machte er ein Dutzend Übernahmeziele aus. Experten hatten auch Air Berlin für eine Übernahme durch British Airways (BA) ins Spiel gebracht.

(apa/red)

9.9.2010 11:09