Freitag, 10. September 2010

Gewaltige Gasexplosion bei San Francisco:
Mehrere Todesopfer und Dutzende Verletzte

  • Riesiger Feuerball walzt ganze Wohnsiedlung nieder
  • Unter Trümmern werden weitere Leichen vermutet

Ein lodernder Feuerball hat mitten in einem Vorort von San Francisco eine tödliche Verwüstung angerichtet. Eine unterirdische Gasleitung war in der Ortschaft San Bruno nahe des Flughafens explodiert und setzte ein ganzes Wohnviertel in Brand gesetzt. Acht Stunden später waren die Flammen immer noch nicht unter Kontrolle, mehrere Menschen starben.

Dutzende weitere wurden teilweise schwer verletzt. Der stellvertretende Gouverneur von Kalifornien, Abel Maldonado, rief über den Bezirk den Notstand aus. Schockierte Augenzeugen verglichen das flammende Inferno mit der Zerstörung wie nach einem Bombenanschlag: "Es sah aus wie die Hölle auf Erden." Fernsehbilder zeigten den rotgelben Feuerball, der in dem dicht besiedelten Gebiet hoch in den Himmel schoss. Zunächst glaubten viele an einen Terroranschlag - nur zwei Tage vor dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 erschütterte die gewaltige Explosion die Wohngegend.

Schon nach kurzer Zeit stellte sich der wahre Grund der Explosion heraus: Unter einer Straße von San Bruno war eine Erdgas-Leitung geborsten. Wie aus einem gewaltigen Bunsenbrenner schossen die Flammen aus dem Leck in alle Richtungen und setzten Häuser und Autos in Brand.

Tagelanger Gasgeruch
Nach dem ersten Schock wurden bereits wütende Stimmen über mögliche Versäumnisse des Stromversorgers PGE laut. Medienberichten zufolge hatten Anrainer schon Tage zuvor Gasgeruch vernommen und den Behörden gemeldet. In den schwelenden Trümmern wurde die Suche nach möglichen weiteren Opfern fortgesetzt.

Rund 100 Menschen fanden in Notunterkünften Zuflucht. Alle Anrainer sollten sich am Freitag melden, um den Behörden bei der Ermittlung der Opferzahlen zu helfen.

(apa/red)

10.9.2010 16:58