Brand auf Ölplattform vor Argentinien:
Feuer auf Bohrinsel wurde bereits gelöscht
- Entwarnung: Es soll bislang kein Öl ausgetreten sein
- Plattform verfügt über automatische Notabschaltung

Das Feuer auf einer Ölplattform im Südatlantik ist nach Angaben der argentinischen Marine offenbar gelöscht worden. Der Brand sei von Schiffen aus mit Wasserkanonen bekämpft worden, sagte ein Marinesprecher. Anzeichen für austretendes Öl gebe es bisher nicht.
Die Schiffsbesatzungen hätten gesagt, sie hätten keine Anzeichen von Feuer mehr ausmachen können. Allerdings waren das Wetter und die Sicht so schlecht, dass die Besatzung eines tief fliegenden Flugzeuges der Marine die Plattform nicht einmal habe sehen können. Sobald das Wetter besser werde, solle die Maschine erneut starten, sagte der Sprecher.
Die Anlage am östlichen Eingang der Magellanstraße zwischen dem südamerikanischen Festland und der Insel Feuerland war in Brand geraten. Eines der acht Besatzungsmitglieder, die auf eine andere Plattform in Sicherheit gebracht wurden, habe leichte Brandverletzungen erlitten.
Fördersysteme wurden rechtzeitig gestoppt
Der Präfekt der Stadt Rio Gallegos, Anibal Marelli, hatte am Vortag berichtet, die Besatzung der Plattform habe vor der Evakuierung die Fördersysteme gestoppt. Außerdem verfüge die Anlage über eine automatische Notabschaltung, die sich ebenfalls aktiviert habe.
Das Feuer war nach diesen Angaben im Bereich der Schlafräume und der Kombüse ausgebrochen. Die Anlage wird von dem Unternehmen ENAP Sipetrol, das zum staatlichen chilenischen Erdölunternehmen ENAP gehört, betrieben. Sie befindet sich 15 Kilometer vor dem Kap der Jungfrauen etwa 2.700 Kilometer südlich von der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.
(apa/red)
