Zweiter Bohrer ist schon in 268 Meter Tiefe:
Aber keine Hoffnung auf frühzeitige Rettung
- Chile: Befreiung der Bergleute nicht vor Dezember
- Mehrere Kumpel lernen nun Schlachtfeld-Medizin
·Angehörige dürfen
Verschüttete sehen
Bildtelefon für Kontakt
mit Chiles Bergleuten
·Videokonferenz
für die Minenarbeiter
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der Minenarbeiter
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·Durch einen dünnen
Schacht ans Tageslicht
Der Rettungsplan in der
NEWS.at-INFOGRAFIK
Einer der zur Rettung der 33 in einer chilenischen Mine eingeschlossenen Bergleute eingesetzten Bohrer ist bereits bis in eine Tiefe von 268 Metern vorgedrungen. Die als zweiter Bohrer in Betrieb genommene Bohrmaschine "T-130" habe allein in den vergangenen 24 Stunden einen Fortschritt von 150 Metern gemacht, sagte der Einsatzleiter der Rettungsbohrungen, Andres Sougarret. Die Bergleute sitzen seit über einem Monat in einer Tiefe von 700 Metern in der Kupfer- und Goldmine in Copiapo fest.
Der seit Sonntag eingesetzte Bohrer überholte den Angaben zufolge inzwischen die zuerst in Betrieb genommene Bohrmaschine "Strata 950", die bislang bis in eine Tiefe von 141 Metern gebohrt hat. Der "T-130" befinde sich aber erst auf seiner ersten Etappe, dämpfte Sougarret Hoffnungen auf eine schnellere Befreiung der 33 Kumpel. Der Bohrer soll in einem ersten Durchgang einen bereits bestehenden Versorgungsschacht bis in eine Tiefe von 630 Metern von derzeit zwölf Zentimetern Durchmesser auf 30 Zentimeter Durchmesser erweitern. In einem zweiten Schritt soll der Bohrer den Schacht dann auf bis zu 70 Zentimeter erweitern.
Ausbildung für Notfälle
Drei bis vier Kumpel werden unterdessen der Marine zufolge in Schlachtfeld-Medizin ausgebildet. Sie werden in "innovativen Techniken" geschult, die von der US-Armee im Irak und in Afghanistan eingesetzt werden. Grund der Ausbildung sind eventuell auftretende Notfälle bei den Rettungsarbeiten. Gelernt werden die Behandlungen von blockierten Atemwegen, offenen Brüchen und schweren Blutungen. Nötig sei das Training, weil die Bergleute bei den Rettungsarbeiten helfen müssten, große Mengen Erde und Geröll zu bewegen. Dabei seien schwere Unfälle nicht ausgeschlossen.
Die Befreiung der Bergleute kann sich nach Einschätzung der Rettungskräfte bis Dezember hinziehen.
(apa/red)
