Absage der Koran-Verbrennung wackelt:
Lenkt fanatischer US-Pastor doch nicht ein?
- "Könnten gezwungen sein, Position zu überdenken"
- Moschee in New York als Subjekt der Verhandlungen

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50 Milliarden Dollar sollen
in Infrastruktur fließen
Der fundamentalistische US-Pastor Terry Jones hat die geplante Koran-Verbrennung zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September erneut abgesagt. "Im Augenblick planen wir, es nicht zu tun", sagte Jones von der Christengemeinde Dove World Outreach Center dem Sender ABC. Am Donnerstag hatte Jones die weltweit heftig kritisierte Aktion schon einmal abgesagt.
Am Donnerstag hatte Jones die weltweit heftig kritisierte Aktion schon einmal abgesagt. Ihm sei versichert worden, das umstrittene Zentrum mit Moschee werde nicht mehr so nahe am Ground Zero gebaut. Die beteiligten Muslime zeigten sich überrascht. Jones widerrief später seine Zusage und sprach zunächst nur von einer "Aussetzung" der Aktion.
Am Freitag sagte der Pastor dann, er gehe davon aus, sich am Samstag in New York mit einem Imam der muslimischen Gruppe zu treffen zu können, die den Bau eines Islamzentrums nahe dem von islamistischen Terroristen zerstörten World Trade Center plant. Das geplante "Cordoba-Haus" hat auch anderweitig heftige Proteste hervorgerufen. Die Gegner sehen darin eine Verhöhnung der Opfer von 9/11.
Donald Trump schaltet sich ein
Unterdessen hat der New Yorker Unternehmer Donald Trump der muslimischen Gemeinde im Streit um ihre geplante Moschee in der Nähe von Ground Zero Medienberichten zufolge ein Kaufangebot gemacht. Er wolle den Muslimen 25 Prozent mehr für das Grundstück zahlen, als sie selbst ausgegeben haben. Dafür müssten sie aber zusagen, ihr kulturelles Zentrum mit der Moschee wenigstens fünf Häuserblocks von Ground Zero entfernt zu errichten.
Bei Protesten von rund 10.000 Muslimen gegen das Vorhaben der Koran-Verbrennung wurde unterdessen in der nordafghanischen Provinz Badakhshan am Freitag ein Mensch getötet. Nach Behördenangaben wurde der Demonstrant erschossen, als die Menge einen von der deutschen Bundeswehr geführten NATO-Stützpunkt angriff.
(apa/red)
