Natascha Kampusch über "3096 Tage" in Gefangenschaft: "Im Keller war ich Bibiana"
- Lesen Sie erste Auszüge aus ihrer Biographie
- Gewalt in der Kindheit und die Hölle im Verlies

·Kein Ansturm auf
Kampusch-Biografie
Buch "3096 Tage" ist ab
sofort im Handel erhältlich
·Natascha: "Ich
wollte aber leben"
Im TV-Interview spricht sie offen über ihre Flucht
·Er hat "mich nicht psychisch geformt"
Natascha über ihr Buch und Wolfgang Priklopil
·Kampusch: "Im
Keller war ich Bibiana"
Erste Auszüge aus ihrer Biographie "3096 Tage"
·Der Entführungsfall
Eine Chronologie der Causa: Von ihrem Verschwinden bis hin zur Flucht
Am 2. März 1998 beginnt für Natascha Kampusch die Hölle: Auf ihrem Weg zur Schule wird sie von Wolfgang Priklopil entführt und acht Jahre lang in einem Kellerverlies gefangen gehalten, bevor ihr die Flucht gelang. In ihrer Biographie "3096 Tage", die am Mittwoch in den Handel kommt, spricht die heute 22-Jährige erstmals über ihr schreckliches Martyrium. Vorab wurden bereits erste Auszüge aus ihrem 284 Seiten starken Werk veröffentlicht:
"Es war irgendwie unfassbar. Als würde der Krieg ausbrechen und Sie würden alles, was Sie je gehabt haben, auf einmal verlieren. Als würden alle bösen Vorahnungen und Vermutungen und Ängste Realität werden", beschrieb Kampusch ihre Erlebnisse im Kurier-Interview.
Über den Augenblick ihrer Entführung schreibt sie: "In dem Moment, als ich mit gesenktem Blick den Mann passieren wollte, packte er mich um die Taille und hob mich durch die offene Türe in den Lieferwagen. Alles geschah mit einer einzigen Bewegung. Habe ich geschrien? Ich glaube nicht", so eine Textpassage ihrer Autobiografie in der "Bild".
Natascha über ihre Kindheit
Auch ihre Kindheit beleuchtet Natasche in ihrem Buch: "Ich hatte mit der Trennung meiner Eltern die Fixpunkte meiner Welt verloren und konnte auf die Personen, die bis dahin immer für mich dagewesen waren, nicht mehr bauen. Dazu kam eine alltägliche Form von Gewalt - nicht brutal genug, um als Misshandlung zu gelten, und doch so voll nebensächlicher Missachtung, dass sie mein Selbstwertgefühl langsam zerstörte."
"Im Keller war ich Bibiana"
Im Alter von elf Jahren gab ihr Entführer Natascha einen neuen Namen: "Im Keller war ich Bibiana. Sie war duldsamer", erzählte Kampusch gegenüber dem "Kurier". Schläge, Brandwunden und Würfe mit einem Stanleymesser gehörten dazu, schildert Natascha ihre schrecklichen Erlebnisse.
(red)
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