Natascha Kampusch

vonCarina Pachner
Montag, 22. August 2011

"Wollte ein neues Leben beginnen"

  • Zahlreiche Zuhörer verfolgten die Präsentation ihrer Biografie

Es war ihr erster Auftritt vor öffentlichem Publikum. In der Thalia-Filiale in der Landstraße in Wien hat Natascha Kampusch am 8. September 2010 aus ihrer Biografie "3096 Tage" vorgelesen und zahlreiche Besucher sind erschienen, um ihr zuzuhören. Gespanntes Warten und dann war es endlich soweit: Mit einer Viertelstunde Verspätung betrat Natascha die Bühne und war zunächst einmal überwältigt: "Ich bin sprachlos. Es ist irgendwie wie im Theater", sagte sie angesichts des großen Interesses. Unter den Anwesenden befanden sich auch die engsten Vertrauten der jungen Autorin, darunter ihre Mutter Brigitta Sirny. Alle Sitzplätze waren besetzt. Zahlreiche Zuhörer mussten das Geschehen daher auf einem der vier Monitore verfolgen.

Nach einem Ansturm hatte es zunächst eigentlich nicht ausgesehen. Um 18.00 Uhr, rund eine Stunde vor der Präsentation, warteten lediglich die Fotografen ungeduldig auf Natascha. Oftmals ertönte von Seiten neugieriger Passanten die Frage: "Auf wen warten hier eigentlich alle?" Natürlich auf Natascha Kampusch, die sich in einem Nebenraum noch der versammelten Presse zum Fototermin stellte. Blitzlichtgewitter pur, doch sie lächelte tapfer, nur manchmal musste sie die Augen zusammenkneifen. Nach etwa drei Minuten war alles vorbei, die Fotografen mussten gehen und Natascha bereitete sich auf ihren großen Auftritt vor.

"Wollte kein Kapital daraus schlagen"
Applaus erschallte, nachdem sie die Bühne betreten hatte, mit ihr am Podest ORF-Moderator Christoph Feurstein. Warum sie diese Biografie geschrieben habe, lautete seine Frage gleich zu Beginn. "Ich wollte einfach eine neues Leben beginnen", erwiderte Natascha. Und sie stellt klar: "Ich habe dieses Buch nicht gemacht, um primär Kapital daraus zu schlagen. Ich wollte das Ganze aufarbeiten und den Leuten, die es interessiert, die Möglichkeit geben, die wahre Geschichte zu lesen."

Fünf Passagen las sie aus ihrer Autobiografie vor und geriet dabei nur selten ins Stocken. Nervös wirkte sie eigentlich nicht, sprach dem Moderator sogar noch Mut zu: "Seien Sie nicht so unsicher, Herr Feuerstein, Sie machen das schon." Aus dem Publikum ertönte Gelächter. Doch es gab auch bewegende Momente. Als sie schilderte, wie schwer es war, jemanden zu finden, der ihr nach der Flucht weiterhilft, wird es still im Publikum. Manche schütteln den Kopf angesichts der geringen Hilfsbereitschaft ihrer Mitbürger.

Über Aggressionen und Medienpräsenz
Auch heute, Jahre nach ihrer Flucht, erlebt Natascha nicht nur Wohlwollen. Oft begegne man ihr im Alltag mit Aggression, schilderte sie. "Das ist sehr unangenehm für mich. Und es verletzt mich auch", beschrieb Natascha ihre Gefühle. Mit dem Medienrummel kann sie nicht viel anfangen. Viele Menschen würden das Vorkommen in den Medien mit gesuchter Medienpräsenz verwechseln, versuchte sie den Ärger vieler Menschen über ihre Person zu erklären. "Es ist für mich auch nicht immer leicht mein Konterfei ständig in den Medien zu sehen", betonte sie.

Ihre Zukunftspläne? Als nächstes will sie ihre Geschichte verfilmen lassen. Dabei habe sie auch selbst ein Mitspracherecht, wie sie erzählte. Auch für gewisse Sozialprojekte möchte Natascha sich künftig engagieren.

22.8.2011 17:11
Autor:Carina Pachner
MyHomebound, 28. 10. '10 19:35
Wollte KEIN Kapitel draus schlagen,..
aber geh wo. Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt.
Mein Gott, die ist ja nur mehr peinlich und unglaubwürdig!!!
gipsy1959, 10. 09. '10 10:09
Kapital schlagen
Als Kind war Natascha sicher ein armes Wesen - später hat sie das Spiel sehr wohl mitgespielt (Skiurlaube, Einkaufen im Donauszentrum - da hätte es genug Fluchtmöglichkeiten gegeben). Dass sie jetzt so heuchelt ist eine Frechheit. Warum behauptet sie, kein Kapital aus dem Buchverkauf zu wollen? Alles Lügen - wo sind die Spendengelder hingekommen? Wovon lebt das Fräulein - von diesen Spendengeldern? Geht sie jetzt endlich schon arbeiten, wie Millionen anderer Frauen auch?
Ist ja deutlich zu erkennen, dass nur eine Hand voll Menschen bei der Buchpräsentation war - Natascha interessiert keinen vernünftigen Menschen! Bitte erspart uns allen den geplanten Film - da gibts ja sonst nur gähnend leer Kinosäle..........
gipsy1959, 10. 09. '10 10:43
Re: Kapital schlagen
und übrigens hat ja auch ihre Mutter schon ein Buch heraus gegeben - wurde das ein Renner? Und auch die Mutter wollte keinesfalls Kapital daraus schlagen.......... ;-)
sidestep, 10. 09. '10 12:05
Re: Kapital schlagen
Oh mein Gott, der Hobbypsychologe beginnt mich zu therapieren. Das hat mir gerade noch gefehlt. Wohl an der Uni im Studium Psychologie gescheitert oder?
sidestep, 10. 09. '10 12:06
Re: Kapital schlagen
Verzeihung gehört "einen Stock" tiefer
nizofa, 10. 09. '10 13:59
Re: Kapital schlagen
Warum trtitt sie nach immer kürzer werdenden Intervallen stets wieder in den Medien in Erscheinung, ganz sicher nicht weil sie kein Kapital aus ihren Auftritten oder jetzt aus ihrer erlogenen Geschichte schlagen will. Das glaubt sie ja wohl selber nicht. Der Grund ist vielmehr, dass die Kohle scheinbar knapp wird denn ihre Wohnung in der besten Lage im 1. Wiener Gemeindebezirk ohne Job zu finanzieren ist selbst für Frau Kampusch kein Kinderspiel. So wie es aussieht, wird die uns mit ihren unglaubwürdigen Gschichtln noch lange den Nerv ziehen, denn ihren Lebensstandard wird sie sicher nicht an die Normalität (wie z.B. arbeiten gehen) anpassen.
grenzenlos24, 10. 09. '10 07:51
Haben die Psychologen gar mal recht...
... und es ist am Ende so, dass diejenigen die hier gar so laut und hasserfüllt einen Menschen zutiefst verletzen müssen, es deswegen tun, weil sie in Wirklichkeit ein ähnliches Schicksal erlebt haben und es durch die offene Aufarbeitung von Frau Kampusch nicht schaffen, weiter ihre eigenen extremen Verletzungen zu verdrängen??? Ich denke, es könnte tatsächlich etwas dran sein, ansonsten ist so ein Hass kaum erklärbar auf einen Menschen mit dem man persönlich nichts zu tun hat, ausser es ist eben doch etwas persönliches...

Und wegen ihrer Figur würd ich mir absolut keine Sorgen machen, besser a bisserl mehr an Weiblichkeit als Magermodels für Männer die zu ihrer Homosexualität nicht offen stehen können...!
sidestep, 10. 09. '10 08:02
Re: Haben die Psychologen gar mal recht...
Wie war doch Ihr Nick? "Grenzenlos" nicht wahr? Da wäre dann an das "Grenzenlos" noch ein Wort, das mit "d" beginnt und noch drei Buchstaben hat, anzufügen!
grenzenlos24, 10. 09. '10 11:13
Re: Haben die Psychologen gar mal recht...
ertappt was :-)
sidestep, 10. 09. '10 12:06
Re: Haben die Psychologen gar mal recht...
Oh mein Gott, der Hobbypsychologe beginnt mich zu therapieren. Das hat mir gerade noch gefehlt. Wohl an der Uni im Studium Psychologie gescheitert oder?
Q-Marine, 10. 09. '10 15:44
Re: Haben die Psychologen gar mal recht...
Kann es sein, dass sie selbst ein bisschen (oder um einiges) zuviel "Weiblichkeit" haben?
Schon lustig, wie vollschlanke Damen Übergewicht mit Weiblichkeit gleichsetzen.
Dass sie sich deswegen so aufregen lässt für mich - als ebensolcher Hobbypsychologe - nur den Schluss zu, dass es sich hier um etwas Persönliches handeln muss. :)
grenzenlos24, 10. 09. '10 18:01
Re: Haben die Psychologen gar mal recht...
Na also ich bin weder weiblich noch übergewichtig, aber ich denke in der heutigen Zeit würd uns allen a bisserl Akzeptanz ned schlecht stehen. Ich finde sie ist a fesche Frau und ich denke sie hat es sich nicht verdient, nach dem Leid das sie durchgemacht hat, sich von querulanten sidesteppern beschimpfen zu lassen, thats it... und wenn man a bisserl gegen den Wind der allgemeinen Meinung redet muss man sich halt attackieren lassen, ich kann aber gut damit leben..
galileo2, 10. 09. '10 07:09
nau serwas, die wir a immer fetter.
der sollte man den Futtersack etwas höher hängen, sonst platzt die noch.

sorry, im übrigen, wem interessiert die Tussi, kein Schwein.
fireblad, 10. 09. '10 07:27
Re: nau serwas, die wir a immer fetter.
ja man siehts,bin nur gespannt wann sie anfängt den staat wegen ihrer fettleibigkeit zu verkalgen weil das könnten ja spätfolgen sein.

PS:sie wollte kein kapital daraus schlagen?,warum schreibt sie es dann,sie hat doch gewußt das es doch ein paar leute geben wird die sich das buch kaufen werden.

also frau kampusch,halt endlich mal deine verlogene fresse und geh uns mit deiner angeblich tramatischen entführung nicht mehr am arsch,deine ganze geschichte stinkt zum himmel rauf,nur schade das der priklopil sich das leben genommen hat.!!!!!!!!!!!!!
Maika, 11. 09. '10 14:15
Re: nau serwas, die wir a immer fetter.
.. diese niveaulosen, primitiven Kommentare (siehe galileo2
od. fireblad) sind das Letzte. Wie kommen Sie dazu Frau Kampusch so zu beschimpfen. Schämen Sie sich nicht, oder gibt es dieses Wort in ihrem Vokabular oder Ihrem Empfinden nicht?!
Dougg, 11. 09. '10 18:02
Re: nau serwas, die wir a immer fetter.
haha, dachte ich auch :D
rocco30052003, 09. 09. '10 20:51
ergänzung
natascha ist halt auch dem stockholm-syndrom erlegen. sie wäre ja nicht die erste. man erinnere sich nur an patty hearst.
sidestep, 10. 09. '10 08:07
Re: ergänzung
Ja genau. Noch so ein(e) Obergescheite(r)! Nur für alle jene, die nicht wissen was das Stockholmsyndrom ist: Da heroisieren nach einiger Zeit die Opfer den Täter - soll heißen, entweder sie verlieben sich in Ihn oder behaupten, dass ohnehin alles nicht so schlimm ja sogar rechtens sei was er getan hat usw. Vielleicht ist sie wegen dieses Syndroms freiwillig nach einiger Zeit bei ihm geblieben. Dann soll sie aber nicht von 3096 Tagen sondern nur von 30 Tagen sprechen wenn sie z.B. ab diesem Zeitpunkt wegen des Syndroms bei freiwillig bei ihm geblieben ist.
rocco30052003, 09. 09. '10 20:50
nataschas buch
nachdem was natascha kampusch erleiden mußte, vergönne ich ihr soviel geld wie möglich auf der einen seite, obwohl das die traumatischen erlebnisse sicher nicht ungeschehen machen kann. auf der anderen seite finde ich es traurig, daß sie jetzt kapital aus diesem drama schlagen will.
nizofa, 10. 09. '10 18:42
Re: nataschas buch
an geldmangelt es der sicher nicht, denn wo die eine kamera sieht, verkauft sie sich, nicht einmal die deutschen TV-sender sind von ihr verschont geblieben. Ein drama ist einzig und allein die tatsache, dass es immer noch so viele geistig minderbemittelte gibt, die glauben dass alles was die von sich gibt der wahrheit entspricht und sich aus lauter sensationsgeilheit, vielleicht doch noch eine neue lügengeschichte präsentiert zu bekommen, auch noch ihr buch kaufen. N.K. hau dich endlich über die Häuser, verschwinde aus der öffentlichkeit, und verschon uns in zukunft mit deinen einstudierten gschichtln, eines wirst du ganz sicher nicht, nämlich uns fehlen.
Visionsnet, 09. 09. '10 20:27
last euch weiter verarschen
ich vergönne ihr alles vom herzen gerne.sie hat viel durch gemacht,sie soll auch viel erfolg haben und ihre story gut verkaufen. aber sie soll aufhören alle zu verarschen.
sie war doch die letzten beiden jahre verliebt in ihn.anständig wäre ihr buch zu promoten aber in öffentlichen medien die klappe zu halten.und die medien sollten sie ignorieren da es wesentlich wichtigeres in österreich gibt oder gebe das uns alle betrifft? wahlen,finanz,zukunft?
habt ihr keine kinder,kein familien leben ? das ihr so medien geil seit? die schreiben das ja nur weil ihr das lesen wollt.ich würde mir wünschen das news das macht was es am besten kann........back to the roots. die ersten 3 jahre news waren der hammer in österreich.ich hoffe das kommt wieder.lg
Vasant, 09. 09. '10 14:38
Bodyguards? Maximal Lektoren*lool*
"Brisantes Material", wie man hier herauslesen kann wird
sowieso nicht veröffentlicht und die anderen "Märchen" &
Gschichtln kennt ja eh schon jeder;)

Die soll lieber aus einem Malbuch vorlesen, weil das stell
ich mir spannender vor;) Hoffentlich floppt das Buch, weil
dann bleibt uns vielleicht der Film erspart!!

Am Anfang hat sie mir echt leid getan, aber so wie die
sich in Szene setzt und widersprüchlich agiert, kommt
mir nur mehr das KOTZEN!

Wenn man sich so um wirkliche Opfer kümmern würde,
dann bräuchte man nicht Geld für "Bodyguards" von
angeblichen "Opfern" verbrennen ... das ist pervers!
salzkammergut13, 09. 09. '10 19:56
Re: Bodyguards? Maximal Lektoren*lool*
lieber koran verbrennen
shogun53, 09. 09. '10 13:10
Sicherheitsvorkehrungen warum?
Wieso braucht es bei der Lesung von Frau Kampusch solche Sicherheitsvorkehrungen? Wer zahlt das?
Hat sie noch immer was zu verbergen ist ihre Sicherheit gefährdet?
Traurig und schrecklich was ihr passiert ist, aber ein solcher Medienrummel ist nicht verständlich.
brabus, 09. 09. '10 14:31
Re: Sicherheitsvorkehrungen warum?
Solange es den Steuerzahler keinen Cent kostet, kann die junge Dame machen was sie will um ihre Geschichte zu verbreiten. Angebot und Nachfrage - wenn es genügend Voyeure gibt die sich das Buch kaufen wollen, warum nicht.