Schlechte Noten für Österreichs Pädagogen:
Schüler sind fleißig, aber Lehrer zu selten da
- OECD-Studie: Unsere Lehrer unterrichten zu wenig
- Schüler zählen bei Stundenanzahl zu den tüchtigsten

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reine Mädchenklassen
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Pro Stunde muss man
bis zu 32 Euro bezahlen
Während unsere Schüler im internationalen Vergleich zu den fleißigstens zählen, stehen unsere Lehrer viel zu selten im Klassenzimmer. Das die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2010".
Die österreichischen Lehrer stehen deutlich weniger lang in der Klasse als ihre Kollegen im Ausland. In der Volksschule ist der Unterschied noch gering (Österreich: 779 Stunden, OECD-Schnitt: 786 Stunden), im Bereich der Sekundarstufe I (Hauptschule, AHS-Unterstufe) allerdings gewaltig: Die österreichischen Lehrer (607 Stunden) sind hier fast 100 Stunden weniger in der Klasse als der OECD-Schnitt (703 Stunden).
Weniger unterrichtet wird nur in Griechenland (429 Stunden), Polen (513) und Finnland (592). Auch in der AHS-Oberstufe unterrichten die österreichischen Lehrer weniger: Während die Pädagogen im OECD-Schnitt 661 Stunden in der Klassen stehen, sind es hierzulande nur 589.
Anfangsgehalt liegt unter dem OECD-Schnitt
Gehaltsmäßig sieht es für die heimischen Pädagogen durchwachsen aus: Beim Anfangsgehalt und beim Gehalt nach 15 Jahren Berufserfahrung liegen sie unter dem OECD-Schnitt. Beim Endgehalt sind sie in allen Bereichen dann aber klar über dem OECD-Schnitt - und auch hier gibt es aber kalt-warm für sie: Auf das Endgehalt müssen sie lange 34 Jahre warten (OECD: 24 Jahre), dafür ist es doppelt so hoch wie das Anfangsgehalt (OECD: je nach Schultyp 1,70 bis 1,74 mal so hoch wie das Anfangsgehalt).
Unsere Kinder und Jugendlichen zählen hingegen im internationalen Vergleich zu den tüchtigsten: In der Volksschule bzw. am Anfang der Sekundarstufe sitzen die österreichischen Schüler noch kürzer in der Klasse (Sieben- und Achtjährige: 690 Stunden, Neun- bis Elfjährige: 767 Stunden) als ihre Kollegen in den anderen OECD-Staaten (Sieben- und Achtjährige: 759 Stunden, Neun- bis Elfjährige: 802 Stunden). Im späteren Verlauf der Sekundarstufe sieht es dann genau umgekehrt aus: Zwölf- bis 14-Jährige in Österreich haben 913 Stunden Pflichtunterricht (OECD-Schnitt: 886 Stunden), 15-Jährige 1.005 Stunden (OECD-Schnitt: 902).
(apa/red)
