Freitag, 3. September 2010

Wer hat Angst vorm weißen Hai?
Tauchgänge für gute Hai-Mensch-Beziehung

  • Die SharkSchool™ arbeitet am Image des Raubtiers
  • Ungefährliche Kurse auf den Bahamas und Co.

Nachrichten von Hai-Angriffen verkaufen sich bestens. Der Leinwandschocker "Der weiße Hai" ist zwar schon seit 30 Jahren abgedreht, der Mythos des menschenfressenen Raubtiers hält sich immer noch hartnäckig. Dabei stehen die Chancen, von einem Hai angegriffen zu werden, bei 1:30.000.000.

Dr. Erich K. Ritter von der SharkSchool™ in Miami weiß: Haie gehören zu den unverstandensten Lebewesen auf unserem Planeten. Die 400 Millionen Jahre alten Wirbeltiere haben mehr Grund, Angst vor uns Menschen zu haben, als umgekehrt. Es wird geschätzt, dass jährlich zwischen 100 und 150 Millionen Haie nur wegen ihren Flossen, als Beifang oder zum Spaß getötet werden.

"... es gibt keine gefährlichen Haie - nur gefährliche Situationen..."
Da der Mensch nur das schützt, wovor er sich nicht fürchtet, arbeitet nun die SharkSchool™ an der Hai-Mensch-Beziehung. Das Ziel ist es, die Interaktion zwischen Hai und Mensch besser zu verstehen und die Erkenntnis zu verbreiten, dass es keine gefährlichen Haie gibt - sondern nur gefährliche Situationen. Diese Szenerien werden laut Institut immer (!) von Menschen bewusst, unbewusst oder durch Drittpersonen ausgelöst. Das Verstehen einer Situation ist der Kern jedes SharkSchool™-Workshops, unabhängig wo er unterricht wird, oder mit welcher Haiart.

Attraktive Reiseziele verringern Gruselfaktor
Die SharkSchool™ bietet einwöchige Kurse in Kooperation mit lokalen Veranstaltern von Sharkschool auf den Bahamas, in Südafrika, im Roten Meer, auf Yap (Mikronesien) und in Mosambik an. Gearbeitet wird mit frei schwimmenden Haien, die oft noch nie einen Menschen gesehen haben. Je nach Kurstyp werden die Tiere angefüttert (Bahamas), mit einer Geruchsspur angelockt (Gansbaai/Südafrika) oder frei betaucht.

Jeder kann mit Haien auf Tuchfühlung gehen
Grundsätzlich kann jeder an einem Hai-Kurs teilnehmen. Die Kurse bestehen aus Vorlesungen und Beobachtungen vom Boot aus, aus dem Käfig heraus oder freischwimmend und tauchend. Für die Tauchgänge werden der Nachweis von 30 geloggten Tauchgängen oder eines Advanced-Open-Water-Diver-Trainings bzw. ähnlichem verlangt.

Kurse absolut ungefährlich
Sharkschool führt während der Kurse keine Experimente durch. Die Begegnungen mit Haien sind so konzipiert, dass sich niemand in Gefahr begibt. Bis jetzt wurde noch nie ein Kursteilnehmer verletzt.

Die Kosten
Die Kurse schließen in der Regel sieben Übernachtungen mit Frühstück inklusive Tauchgänge, Vorlesungen und Beobachtungen ein. Sie kosten je nach Ziel ab 1.390 Euro pro Woche.

Internet: www.sharkschool.com

3.9.2010 09:04