Montag, 30. August 2010

Wer darf mit Maier und Walek zum Südpol?
Trainingscamp verlangt Kandidaten alles ab

  • Camp in Allensteig: Rauer Wind, Regen und Matsch
  • Bewerber gingen bis zur Grenze ihrer Belastbarkeit

Wer darf mit Ex-Skistar Hermann Maier und Ö3-Mikromann Tom Walek mit zum "Wettlauf zum Südpol"? 2.627 Österreicher hatten sich beworben, 60 ausgesuchte Kandidaten durften am 28. und 29. August am Truppenübungsplatz Allensteig ein erstes Trainingscamp absolvieren. Einer von ihnen darf am spektakulären ORF/ZDF-Doku-Event "Wettlauf zum Südpol" zum 100-jährigen Jubiläum des Wettstreits zwischen Roald Amundsen und Robert Falcon Scott teilnehmen.

Als Verstärkung des "Extreme World Races"-Teams stellte das österreichische Bundesheer neben infrastrukturellen Ressourcen in allen Klimazonen erprobte topqualifizierte Ausbildner des Jagdkommandos zur Verfügung.

An zwei Tagen legten sich die 60 Kandiaten voll ins Zeug, um vor Hermann Maier und Tom Walek zu punkten. Sie mussten beweisen, dass sie das Zeug haben, sich mit Team Deutschland um Extremsportler Joey Kelly und TV-Moderator Markus Lanz ein Wettrennen in der Antarktis zu liefern. 400 Kilometer müssen dabei zu Fuß bzw. auf Skiern zurückgelegt werden. Für zehn Kandidaten lebt die Chance weiter, sie wurden für das zweite Trainingscamp, das am Kitzsteinhorn stattfindet, ausgewählt.

Rauer Wind im Trainingscamp
Rauer Wind, Regen und Matsch machten es den heimischen Südpol-Interessierten alles andere als leicht, die erste Hürde auf dem Weg in die Antarktis – wie etwa nach nur drei Stunden Schlaf nach einem anstrengenden Nachttraining bei sechs Grad Außentemperatur durch acht Grad kaltes Wasser zu schwimmen – zu meistern. Kondition, Belastbarkeit, Stressresistenz und Teamfähigkeit waren gefragt – schließlich gilt es, vier Wochen im Eis zu überleben, jeden Tag einen 50 Kilogramm schweren Schlitten 30 Kilometer Richtung Pol zu ziehen, und das bei minus 40 Grad Celsius.

"Ideale Einstiegsbedingungen für die Herausforderungen, die uns erwarten", so Tom Walek, der sich von der Leidenschaft, mit der die Kandidaten an die schwierigen Aufgabenstellungen herangingen, ebenso begeistert zeigte wie der "Herminator". "Beeindruckend, was die Kandidatinnen und Kandidaten geleistet haben. Der Wunsch, das Abenteuer Südpol mitzumachen, hat sie total motiviert. Die Veranstalter haben sich wirklich etwas einfallen lassen, um herauszufinden, wer sich als Teamplayer eignet", zollte Hermann Maier den Bewerber Respekt.

Starke Nerven gefordert
"Für dieses Abenteuer braucht man vor allem starke Nerven und darf sich weder vor Kälte, Eis und Schnee noch vor enormen Strapazen scheuen. Es gibt kaum Rückzugsmöglichkeiten, keine Privatsphäre, Kälte, die nie aufhört. Das wird alles andere als leicht – ebenso wie die Entscheidung, wer uns ins ewige Eis begleiten soll", meinte Tom Wallek.

(red)

30.8.2010 14:23