3.9.2010 13:41

Mit 'ehrlicher Politik' ins Rathaus einziehen:
BZÖ setzt auf Kontrolle, Wahrheit & Sparen

  • Sonnleitner ortet 'Verschwendungspolitik der SPÖ'
  • Bucher bezeichnet Konkurrenz als 'Mogelpackungen'

Kontrolle, Wahrheit und Sparsamkeit: Mit diesen Inhalten will das Wiener BZÖ bei den Wählern punkten. "Es ist notwendig, dass die Politik ehrlich zu den Menschen ist und man ihnen die Wahrheit sagt", erklärte Spitzenkandidat Walter Sonnleitner bei der Präsentation der Kampagne. Die Orangen führen nach eigenen Angaben einen "300er"-Wahlkampf: Das Budget beträgt 300.000 Euro, 300 Dreieckständer werden aufgestellt, 300 Plakate aufgehängt und 300 freiwillige Helfer unterstützen die Partei.

"Wer das BZÖ wählt, wählt Sparsamkeit", warb Obmann Michael Tscharnutter mit dem Hinweis auf das im Vergleich zu anderen Parteien geringe Budget. So habe man auch keine Werbeagentur engagiert. Wahlziele seien der Einzug in den Gemeinderat sowie in die 23 "Bezirkparlamente". Er zeigte sich zuversichtlich, dies "leicht und locker" zu schaffen.

Einsetzen für die "ungeschminkte Wahrheit"
Sonnleitner will sich für die "ungeschminkte Wahrheit" einsetzen - das könne man schon am "Foto des Spitzenkandidaten sehen", wie er mit Hinweis auf die Plakate launig meinte: "Jede seiner 100 Falten ist ehrlich verdient." Die Orangen werben mit Slogans wie "Kontrolliert die Mächtigen!", "Stoppt die Verschwender!" und "Die Zukunftsmacher!" um Stimmen. "Wir sind die einzige Alternative für bürgerlich-liberale Menschen", sagte er: "Im Gegensatz zu den Systemparteien Rot und Schwarz und einem, der nur schimpft, haben wir auch Lösungen."

In der Bundeshauptstadt ortete er eine "Verschwendungspolitik der Wiener SPÖ". Die Betriebskosten bei Wohnen, Strom und Gas seien viel zu hoch. "Die parteinahen Unternehmen kassieren mit diesen Mehrkosten bei der Bürgern ab und finanzieren mit diesem Körberlgeld die Werbung der SPÖ in Wien", meinte er. Überhaupt würden bei Ausschreibungen nur SPÖ-nahe Unternehmen zum Zug kommen. "Wer in Wien Geschäfte machen will, muss das Zauberwort kennen - und das heißt nicht 'Simsalabim', sondern 'Freundschaft'", kritisierte er. Es müssten aber vielmehr die Menschen im Vordergrund stehen und nicht das rote System.

Konkurrenten sind "Mogelpackungen"
BZÖ-Chef Josef Bucher bezeichnete die Kandidaten von FPÖ und ÖVP, Strache und Marek, als "Mogelpackungen". "Strache geht nicht ins Rathaus, sondern bleibt im Parlament. Marek bleibt auch nach der Wahl auf ihrem warmen Plätzchen in der rot-schwarzen Bundesregierung", sagte er.

(apa/red)

3.9.2010 13:41
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StaatsfreundNo1, 05. 09. '10 17:39
Kann ein bisher kaum politisch auffallender Bürger zum Politiker werden?
das fragen sich wohl schon einige, nicht nur seine automatisierten Gegner von links, linker, mitte und weiter rechts.
Zugute halten kann man Walter Sonnleitner, dass er in all den Jahren als Journalist beim ORF seine Arbeit ausgezeichnet und ohne viel Aufsehens gemacht hat.
Dagegen halten kann man aber auch, dass er sich mit dem Proporz-System im ORF arrangiert hat.
Dies würde aber seinem sofortigen Gang nach seiner Pensionierung gegenüberstehen, indem er die Arbeit mit dem BZÖ gewählt, welches gerade dieses Proporz-System beenden will.

So wäre es nicht nur für Wien von besonderen Vorteil, wenn Sonnleitner für einen Überraschungserfolg des BZÖ sorgen würde.
StaatsfreundNo1, 05. 09. '10 17:39
Re: Kann ein bisher kaum politisch auffallender Bürger zum Politiker werden?
Er ist jedoch nicht der Hau-drauf wie es Jörg Haider war. Aber die zielstrebige und sachliche Arbeit des BO Bucher, gemeinsam mit einem exzellenten Kenner der Wirtschaft und Politik in Österreich, wären für das zerstrittene Land eine wertvolle Ergänzung und sicher auch notwendige Korrektur.

nix für Ungut

Euer Staatsfreund
So hat Wien gewählt