Clinton eröffnet neue Nahost-Gespräche:
Hoffnungen ruhen auf Netanyahu und Abbas
- Barack Obama wirbt für eine Zwei-Staaten-Lösung
- Israles Premier skeptisch: "Das wird nicht einfach"

·Jahrzehntelanger Kampf um den Frieden
Die lange Chronologie von Nahost-Gesprächen
·Obama erklärt Irak-
Einsatz für beendet
Kriegsbilanz: Über 34.000
Verletzte und 4.400 Tote
Israelis und Palästinenser haben zum Auftakt ihrer ersten direkten Friedensverhandlungen seit fast zwei Jahren Bereitschaft zur Verständigung demonstriert. Zugleich zeigten sich Israles Premier Netanyahu und Palästinenserpräsident Abbas skeptisch, dass es ihnen in den kommenden Monaten gelingen wird, die zahlreichen Hindernisse auf dem Weg zu einem Friedensvertrag aus dem Weg zu räumen.
US-Außenministerin Clinton versprach bei der formellen Eröffnung der von den USA vermittelten Gespräche in Washington beiden Seiten, die US-Regierung werde ein "aktiver und ausdauernder Partner" sein. "Aber wir können und werden keine Lösung aufzwingen. Nur Sie können die notwendigen Entscheidungen treffen, um zu einem Vertrag zu kommen und eine friedliche Zukunft für das israelische und das palästinensische Volk zu sichern", sagte sie.
"Das wird nicht einfach"
"Das wird nicht einfach", sagte Netanyahu. "Einen echten, dauerhaften Frieden wird es nur bei gegenseitigen und schmerzlichen Zugeständnissen beider Seiten geben." Abbas forderte Israel zu einer Aufgabe der Siedlungen im Westjordanland sowie weiteren von den Palästinensern beanspruchten Gebieten auf. Es müssten viele Probleme gelöst werden, aber die Ziele seien klar, und der Weg zu einem dauerhaften Frieden sei beiden Seiten bekannt, sagte Abbas. Es sollte daher möglich sein, innerhalb eines Jahres zu einer Einigung zu kommen.
Die israelische und die palästinensische Führung werden ihre direkten Friedensverhandlungen am 14. und 15. September fortsetzen. Das teilte der amerikanische Nahost-Sondergesandte Mitchell am Donnerstag nach Abschluss der ersten Gespräche zwischen Netanyahu und Abbas mit. Das nächste Treffen soll im Nahen Osten stattfinden, der genaue Ort wird noch bekanntgegeben. Anschließend werde es alle zwei Wochen eine Zusammenkunft geben, sagte Mitchell.
US-Präsident Obama warb für eine Zwei-Staaten-Lösung zur Beendigung des Konflikts. Die direkten Verhandlungen zwischen beiden Seiten seien der einzige Weg, der zu einem dauerhaften Frieden führe, sagte er nach Gesprächen mit Netanyahu und Abbas. "Ich bin hoffnungsvoll, vorsichtig hoffnungsvoll, aber hoffnungsvoll", so Obama. Die den Gaza-Streifen beherrschende radikal-islamische Hamas drohte unterdessen mit neuen Terroranschlägen.
(apa/red)
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