Obama erklärt Irak-Krieg für beendet: Das irakische Volk hat jetzt Hauptverantwortung
- Kriegsbilanz: Über 34.000 Verletzte und 4.400 Tote
- Wiederherstellung der US-Wirtschaft höchste Priorität

·Der Irak ist jetzt frei von US-Kampftruppen
Bilanz: Hunderte Millarden
an Kosten, tausende Tote
·US-Militär-Massaker:
Soldat wird angeklagt
Irak-Video: Soll Infos weitergegeben haben
US-Präsident Obama hat den amerikanischen Kampfeinsatz im Irak offiziell für beendet erklärt. "Das irakische Volk trägt jetzt die Hauptverantwortung für die Sicherheit seines eigenen Landes", sagte Obama in seiner Rede zur Nation. Nun habe die Wiederherstellung der US-Wirtschaft höchste Priorität, erklärte Obama weiter.
Die USA haben gegenwärtig noch 50.000 Soldaten im Irak stationiert, die sich nun auf die Ausbildung der einheimischen Streitkräfte konzentrieren sollen. Der komplette Abzug ist für Ende 2011 geplant. Wenige Wochen vor den Kongresswahlen sind allerdings weniger die Kriege in Afghanistan und im Irak das bestimmende Thema in der amerikanischen Innenpolitik, sondern die schwierige wirtschaftliche Lage. Obamas Demokraten drohen empfindliche Verluste in beiden Kammern.
Nach siebeneinhalb Jahren seien die Kampfeinsätze der US-Truppen zu Ende, sagte der US-Präsident. Allerdings räumte er ein, dass es nach wie vor Gewalt im Irak gebe. Auch der Kampf gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida gehe weiter. Daher würden die USA dem Irak weiter beistehen. "Unsere Kampfmission geht zu Ende, nicht aber unsere Verpflichtung für die Zukunft des Iraks", sagte Obama.
Zugleich machte Obama klar, dass er an dem Abzugstermin aus Afghanistan festhalte. Dort sollten die US-Truppen sich ab Juli 2011 zurückziehen. Die Geschwindigkeit des Abzuges werde allerdings von den Verhältnissen in dem Land abhängen. Er appellierte aber auch an die eigene Verantwortung. "Wir können nicht für die Afghanen tun, was sie am Ende für sich selbst machen müssen." Ein Krieg ohne Enddatum sei weder im Interesse des afghanischen Volkes noch im Interesse der USA.
Obama betonte neuerlich den Führungsanspruch Amerikas in der Welt. Ausdrücklich nannte er das Eintreten für Frieden im Nahen Osten.
(apa/red)
