Freitag, 3. September 2010

Globaler Klimawandel ist "bereits Realität":
Grüne für mehr Initiativen & Investitionen

  • Österreich Schlusslicht der EU bei den Kyoto-Zielen
  • Für "breite Allianz für Neubeginn" der Klimapolitik

Flutkatastrophen in Pakistan und China, das Brand-Inferno in Russland, globale Hitzewellen, Dürreperioden und Hochwasser - der Sommer 2010 hat in vielen Teilen der Welt für Zerstörung und menschliches Leid gesorgt. Für die Grünen ein deutliches Indiz dafür, dass der Klimawandel "bereits Realität" ist. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien forderten sie weltweit mehr Engagement - und von der Österreichischen Bundesregierung Initiativen und Investitionen.

Kritik übte die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig an der EU: "Die Staatengemeinschaft hat bei der Flutkatastrophe in Pakistan in keiner Weise angemessen reagiert, während bei der Bankenkrise sofort Milliarden-Pakete geschnürt worden sind." Seit dem "gescheiterten" Klimagipfel in Kopenhagen "steht die gesamte Klimapolitik". Dies sei wiederum eine Chance für "Nachzügler" Österreich, sich hervorzutun.

Konkret verlangen die Grünen von der EU eine Erhöhung der CO2-Reduktionen bis 2020 von 20 auf 30 Prozent. "Eine österreichische Initiative könne sehr viel bewegen", ist der oberösterreichische Umweltlandesrat Rudi Anschober überzeugt. "Wir sind (unter den EU-15, Anm.) Schlusslicht bei der Umsetzung der Kyotoziele und müssen jetzt aktiv werden." Die Erhöhung von 20 auf 30 Prozent sei durchaus machbar, weil durch den Niedergang der Schwerindustrie in Osteuropa (minus zehn Prozent) sowie die Wirtschaftskrise (minus fünf Prozent) ohnehin schon 15 Prozent an Treibhausgasen eingespart werden konnten, so Anschober.

"Europäische Modellregion"
Österreich soll eine "europäische Modellregion" werden, was den Klimaschutz betrifft. Dazu bedürfe es eines Beschlusses des Klimaschutzgesetzes bis Jahresende sowie eine "breite Allianz für einen Neubeginn" der heimischen Klimapolitik. Die Grünen fordern diesbezüglich auch eine "Klimaschutzmilliarde", die auf die Jahre 2011 bis 2013 aufgeteilt und mit der eine thermische Sanierungsoffensive gestartet werden soll. Auch punkto Ökostromgesetz gebe es noch einiges zu tun, denn da herrsche derzeit "eine blamable Situation", "Photovoltaik beginne dort, wo Österreich aufhöre", kritisierte Anschober.

Große Sorge bereitet Anschober die weltweite "Post-Kopenhagen-Depression". Das Ziel, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, sei "dramatisch verfehlt" worden. "Man kann mittlerweile von einer Erhöhung der Temperaturen von 3,5 bis vier Grad ausgehen. Laut Experten ist das eine katastrophale Entwicklung." Und man dürfe neben den Hauptschauplätzen Pakistan, China und Russland nicht die vielen anderen Naturkatastrophen vergessen, die sich derzeit quer über den Globus verteilen. Die im Dezember im mexikanischen Cancun stattfindende Klimakonferenz bezeichnet Anschober als "einzige Chance, eine neue Dynamik in die Verhandlungen zu bekommen." Und Österreich könne da einiges dazu beitragen.

(apa/red)

3.9.2010 12:32
sidestep, 03. 09. '10 13:09
Ja das ist die Gradischnig in Reinkultur
Rund herum laufen ihr die Parteimitglieder und vor allem die Wähler weg und sie verschließt vor diesem Trend die Augen und schwafelt etwas von Klimaproblemen usw. Die Probleme in der Partei will oder kann sie nicht begreifen. Sie wird als jene Parteiobfrau in die Geschichte eingehen, die die völlig unnötigen Grünen in den Abgrund geführt hat. Gratuliere Frau Gradischnig Ihr wirklicher Name ist Heide Schmidt. Da hätten Sie doch lieber den alten Nörgler Van der Bellen nicht beerben sollen, der war nämlich in seiner schlechtesten Zeit um Klassen besser als Sie in Ihren besten Zeit, soferne Sie eine solche je gehabt haben!