Arigona schafft es bis zum Schulstart nicht
nach Österreich: Nötige Visa fehlen noch
- Friedl: "Wann sie wieder kommen, weiß ich nicht"
- Familie lebt derzeit in einer Wohnung nahe Pristina

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Visum-Voraussetzungen werden jetzt angegangen
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Bilder: Arigona gibt ihrem
Freund einen letzten Kuss
Arigona Zogaj, ihre beiden minderjährigen Geschwister und ihre Mutter, die Mitte Juli in den Kosovo ausgereist sind, weil sie in Österreich kein Bleiberecht bekommen haben, werden es ziemlich sicher nicht schaffen, bis zum Schulbeginn nach Österreich zurückzukehren. Die dazu notwendigen Visa liegen nicht vor, die Anträge dafür sind nämlich noch gar nicht gestellt worden.
Das bestätigte der die Familie unterstützende Pfarrer von Ungenach Josef Friedl. "Wann sie wieder kommen, weiß ich nicht", sagte Friedl. Die Familie lebe nach wie vor in einer Wohnung außerhalb von Pristina. Derzeit fehle noch eine wichtige Voraussetzung für die Anträge auf Schülervisa für die Kinder beziehungsweise für ein Saisonniervisum für die Mutter: Die Übertragung des Sorgerechtes für die Kinder vom Vater, der sich von der Familie getrennt hat, auf die Mutter. Das ist notwendig, wenn sie mit den Kindern aus dem Kosovo ausreisen will. Der Vater hat grundsätzlich zugestimmt. Der Akt liege nun bei den Justizbehörden im Kosovo. Wann sie eine Entscheidung fällen, sei nicht absehbar, erklärte Friedl.
Die übrigen Voraussetzungen für die Visa-Anträge seien hingegen bereits erfüllt. Die Schulen der Kinder hätten sich bereiterklärt, sie auch weiterhin aufzunehmen. Auch Bürgen, die in der Lage sind, die Lebenserhaltungskosten für ihren jeweiligen Schützling zu tragen, wurden gefunden.
Für Friedl ist vorerst das nächste Etappenziel, dass die Visa-Anträge bei den österreichischen Behörden gestellt werden können. Darüber, wie lange es dann dauern könnte, bis diese entscheiden, will er noch keine Prognose abgeben. Dass die Causa ein Politikum werden könnte, glaubt er nicht: "Vor der Wien-Wahl geht eh nichts".
(apa/red)
