Sonntag, 29. August 2010

Länger arbeiten und dafür Boni kassieren?
Blecha unterstützt Leitl bei seinem Vorstoß

  • 'Zeit, Anreizsystem für längeres Arbeiten zu schaffen'
  • SP-Pensionistenchef will mit Regierung darüber reden

Auch Seniorenratspräsident Karl Blecha pocht auf Boni für Arbeitnehmer, die später in den Ruhestand treten. "Es höchst an der Zeit, ein Anreizsystem für längeres Arbeiten zu schaffen", sagte der SP-Pensionistenchef am Rande des Forum Alpbach . Insofern stehe er dem jüngsten Vorschlag von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl zur Erhöhung des Pensionsalters durchaus positiv gegenüber.

Der Seniorenrat wird diese Frage im Herbst mit der Regierung im Zuge der Verhandlungen über die Pensionsanpassung besprechen, kündigte Blecha an. Zum Thema Pensionserhöhung will er vorerst weiterhin nicht verraten, mit welchen Forderungen der Seniorenrat in die Verhandlungen gehen wird. Blecha verweist nur auf die gesetzlichen Bestimmungen, die eine Abgeltung der Inflation vorsehen und das waren in den vergangenen zwölf Monaten 1,2 Prozent.

Bonus-Modell für "Spät-Pensionisten"
Das von der Wirtschaftskammer präsentierte Bonus-Modell für "Spät-Pensionisten" sieht vor, dass Arbeitnehmer, die über das Regelantrittsalter hinaus in Beschäftigung bleiben, ein Viertel ihres Pensionsanspruchs zusätzlich zum Gehalt ausbezahlt bekommen. Ein weiteres Viertel soll der Arbeitgeber erhalten, der damit weniger Lohnkosten hätte. Die Hälfte verbliebe in der Pensionskasse. Blecha hält dies für "einen guten Diskussionsbeitrag", schließlich gebe es in Österreich derzeit "nur ein ausgeklügeltes Malussystem und keine Entsprechung durch ein Anreize bietendes Bonus-System".

Leitls Vorschlag orientiere sich am schwedischen Modell, das höhere Pensionen vorsieht, wenn die Arbeitnehmer später in den Ruhestand wechseln. Auch das finnische biete eine interessante Variante der Bonifikation von längerer Arbeit, sagte Blecha. Der Seniorenrat werde bis Herbst die Modelle durchrechnen und der Regierung entsprechende Vorschläge unterbreiten.

Keine Anhebung des Regelpensionsalters
Die Anhebung des Regelpensionsalters komme in Österreich jedoch "nicht in Frage", sagte der Seniorenvertreter. "Eine Erhöhung würde de facto nur eine Pensionskürzung bedeuten", glaubt Blecha. Jene, die im fortschreitenden Alter arbeitslos würden, würden dann mit niedrigeren Auszahlungen rechnen müssen.

Grundsätzlich bestehe die Herausforderung aber darin, die Lücke zwischen dem Regelpensionsalter und jenem Alter, in dem die Durchschnittsösterreicher tatsächlich in Pension gehen, zu verkleinern, betonte Blecha. "Es ist geradezu absurd, dass ein Industriestaat die Kenntnisse der älteren Generation in der Arbeitswelt nicht abrufen möchte." Durchschnittlich treten die Österreicher bereits mit 58 Jahren in den Ruhestand. Das Regelpensionsalter bei Männer ist 65, für Frauen 60 Jahre.

(apa/red)

29.8.2010 10:16
packer, 30. 08. '10 13:04
Blecha und die Quadratur des Kreises
Ich frage mich wie weltfremd kann jemand wie Hr. Blecha sein. Wenn man heute in die Richtung 50 geht, ist man am Arbeitsmarkt schon fast nicht mehr vermittelbar, wenn man das Pech hat und auf Arbeitssuche ist. Erfahrung zählt heute nichts mehr, jung billig das sind die Schlagwörter nachdenen Unternehmen heute Mitarbeiter einstellen. Jemand der in seinem Gebiet viel Erfahrung vorweisen kann ist (einfach zu teuer). Die Schere geht jetzt schon soweit auf, wie soll das dann werden wenn wir noch länger arbeiten sollen ? Da sitzen dann 55jährige in Umschulungskursen vom AMS für die letzten Jahre bis zu Ihrer Pension ob das der Weisheit letzter Schluss ist.
Sandner, 30. 08. '10 14:32
Re: Blecha und die Quadratur des Kreises
Der gute Mann hat wirklich absolut keine Ahnung mehr wie es momenthan am Arbeitsmarkt aussieht, jemand der so unqualifizierte Meldungen abgibt sollte sich bitte nicht mehr zu Wort melden. Die haben Beide ihre Schäfchen im trocknen und versuchen sich krampfhaft wichtig zu machen. Bitte Herr Blecha gehen Sie in Pension, irgendwann ist Schluß und man soll den Jüngeren auch die Chance geben, die Personen die im Pensionsalter NICHT in Pension gehen, haben meistens keinen anderen Lebensinhalt als die Arbeit und blockieren oft die Weiterentwicklung mit ihren veralterten und sturen Ansichten !
fireblad, 29. 08. '10 18:14
länger arbeiten
genau,länger arbeiten das is es,da wird doch nur gehofft das du vielleicht früher ins grass beisst und sie dir keine pension bezahlen müssen.

wie ich immer sage"schw.... bleiben schw....
galileo2, 29. 08. '10 15:58
i sog eichs jo
de roten san fürn hugo. der Blecha hot jo scho sei rentn u die betrogt 12.300 euro. uns losns bis 90 orbeitn u dau host um 1% mehr rentn. jo sog denn du mir mol korl, host as no ole im stübarl.
Woppo, 29. 08. '10 20:59
Re: i sog eichs jo :Wundert mi,das de Rotn den Blecha gnoma
War der blecha doch beim Udo Proksch Prozess,er wurde wegen falscher Zeugenaussage verurteilt,ein guter Rotenvertreter ! Er hat eine sehr junge Dame geheiratet,da muß unser Staat,diese nicht verdiente hohe Pension ja ewig blechen !
Rakaar, 29. 08. '10 12:34
Anreizsystem
Na das ist doch einmal einge gute Idee.
Da werden sich die Leute die wirklich schwer arbeiten doch sehr darüber freuen können.
Ein Maurer der mit 40 schon ein kaputtes Kreuz hat oder die Krankenschwester die mit 45 schon zig hundert Nachtdienste gemacht hat.
Freu mich schon auf 85jährige Lehrer....

Mehr solche Ideen braucht das Land...
smonti, 29. 08. '10 18:37
Re: Anreizsystem
Na servas....Es gibt ja jetzt schon zu wenig Arbeitsplätz für die jungen...wie soll da die Rechnung aufgehen?,wenn die alten noch länger arbeiten sollen.....
Hr.Blecha!!! Hirn einschalten bevor so ein hula von ihnen losgelassen wird...