Einkaufszentren sind häufig ein Riesenflop: Jedes 5. heimische Shoppingcenter scheitert
- Niedrige Umsätze wegen unterschätzter Konkurrenz
- Professionelle Planungen sind für Erfolg unerlässlich

·Einkaufszentren sind
häufig ein Riesenflop
Jedes 5. Shoppingcenter
in Österreich scheitert
20 der 100 größten Einkaufszentren in Österreich leiden unter schwachen Umsätzen. Während der durchschnittliche Quadratmeterumsatz der Einkaufszentren bei rund 4.400 Euro jährlich liegt, fallen 20 Objekte deutlich unter diesen Wert. Bei 20 Prozent der Konsumtempel erreichen die Umsätze lediglich zwischen 1.600 und 3.500 Euro pro Quadratmeter, geht aus einer RegioPlan-Studie hervor.
Dies liege meist an der nicht passenden Größe der Einkaufszentren oder einer unattraktiven Zusammenstellung von Branchen und Mietern. Weitere Gründe für die Umsatzschwäche sind der Studie zufolge die mangelnde Berücksichtigung der Konkurrenz und eine zu optimistische Einschätzung des Potenzials.
"Für manche notleidenden Objekte gibt es Möglichkeiten zur Optimierung", sagt Hanna Bomba-Wilhelmi, Geschäftsführerin von RegioPlan. Darunter würden Verkleinerungen, Ausbau oder eine klare Marktpositionierung fallen, eine Standortanalyse könne darüber Aufschluss geben. Jedoch seien nicht alle Objekte optimierbar, hierbei gebe es aber die Möglichkeit einer alternativen Nutzung.
Die erfolgreichsten Einkaufszentren mit bis zu 8.800 Euro Quadratmeterumsatz seien professionell geplant, das Management-Know-how spiele eine bedeutende Rolle, so Bomba-Wilhelmi. Der Eigentümer müsse ausreichend Parkplätze, eine gute Einkaufsatmosphäre und einen attraktiven Mieter-Mix bieten. Dieselben Mieter an allen Standorten seien jedoch auch kein Erfolgsgarant, denn jedes Objekt müsse sich von der Konkurrenz abheben.
(apa/red)

