Vom bösen Buben zum Helden: Arnautovic avancierte in Bremen zum "Astronautovic"
- Österreicher legte erste Gala als Werder-Stürmer hin
- "Bin auf Weg zur Bestform, kann aber noch zulegen"

·Arnautovic schießt Bremen zum Sieg
Zwei Treffer bei Erfolg
von Werder über Köln
·Die Bayern stolpern auf dem Betzenberg
2 Österreicher mischen beim Sensationssieg mit
·Deutsche Bundesliga:
Martin Harnik trifft
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des achten Spieltages!
Werder Bremens österreichischer Neo-Stürmer Marko Arnautovic hat die Rolle des bösen Buben schnell abgelegt. Der 21-Jährige war beim 4:2-Heimerfolg der Bremer in der deutschen Fußball-Bundesliga der umjubelte Held. "Erste Sternstunde von Astronautovic - Dieser Typ ist eine echte Tor-Rakete!", titelte die "Bild am Sonntag" nach den zwei Toren von Arnautovic, der zudem einen Treffer vorbereitet hat.
Von der angeblichen "Null-Bock-Einstellung" von Arnautovic, die in den deutschen Medien in der Sommer-Vorbereitung die Runde gemacht hatte, ist nichts mehr zu lesen. "Trainer Thomas Schaaf hat mir in Einzelgesprächen gesagt, was er von mir sehen will und was nicht. Dann habe ich ein paar Sachen geändert. Man kann mich schwer beurteilen. Ich habe manchmal meine Aussetzer, bin aber nicht arrogant", erklärte Arnautovic nach seiner ersten Gala im Werder-Trikot.
Schaaf: "Kann uns alle begeistern"
"Ich bin auf dem Weg zur Bestform, kann aber noch zulegen", sagte der Sohn eines Serben und einer Österreicherin. Schaaf hatte Arnautovic erstmals für die Startelf nominiert. Wohl auch, weil der Brasilianer Wesley noch nicht spielberechtigt war. "Marko hat ein Image angeklebt bekommen, was nicht passt. Es macht Spaß, ihm zuzuschauen. Er kann uns alle begeistern", sagte der Werder-Trainer.
"Er lernt schnell und kann außergewöhnliche Dinge machen. Und er ist auch nach eigenen Fehlern sofort hinterher gegangen. Das war eindrucksvoll.", meinte Werders Sportchef Klaus Allofs sichtlich erleichtert über den 6,5-Millionen-Euro-Einkauf des Champions-League-Starters. Getrübt wurde die Bremer Freude ein wenig durch die Verletzung von Torjäger Claudio Pizarro, der mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt werden musste.
Prödl & Co. zu fehleranfällig
Außerdem ist die Werder-Hintermannschaft (mit Sebastian Prödl) weiterhin zu anfällig. Zehn Gegentore in vier Partien gegen Sampdoria Genua, Hoffenheim und Köln sind den Norddeutschen natürlich zu viel. Deshalb will Allofs den Transfer von Abwehrspieler Mikael Silvestre (Arsenal) spätestens bis Dienstag über die Bühne bringen.
Einen denkwürdigen Tag hat auch Arnautovic-Landsmann Christian Fuchs erlebt. In Wolfsburg (Debüt von Diego) feierte Mainz nach 0:3-Rückstand einen 4:3-Sieg. "Das war der Beweis einer tollen Entwicklung dieser Mannschaft", meinte Coach Thomas Tuchel. "Von diesem Wahnsinnsspiel wird noch lange die Rede sein", ist sich Fuchs sicher.
(apa/red)
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