Maierhofer und Alaba sind zurück im Team:
Vier Änderungen im EM-Qualifikationskader
- Auch Leitgeb & Kavlak in den Reihen der Nationalelf
- Constantini schätzt "verrückten" Duisburg-Legionär
·Constantini lässt den Trauerflor verpackt
"Die Mannschaft ist
sehr willig und intakt"
·Bittere Niederlage gegen die Schweiz
Österreich vergibt einen Elfer bei 0:1-Niederlage
·Engagierte, aber zahnlose Österreicher
0:1 im Testmatch gegen die Schweiz - Die BILDER
Stefan Maierhofer kehrt in die Nationalmannschaft zurück. Der 2,02-Meter-Stürmer wurde von Teamchef Dietmar Constantini ebenso in den Kader für den EM-Qualifikations-Auftakt gegen Kasachstan geholt wie Christoph Leitgeb. Ein Comeback in der A-Auswahl geben auch Veli Kavlak und David Alaba, dafür fehlen die verletzten Zlatko Junuzovic, Daniel Beichler und Andreas Hölzl.
In der vergangenen Saison bekam Maierhofer bei den Wolverhampton Wanderers nur äußerst wenig Spielpraxis, seit seinem Wechsel zum deutschen Zweitligisten MSV Duisburg reichte es immerhin zu zwei Einsätzen über je eine Stunde in Cup und Meisterschaft. Der Ex-Rapidler gilt als Ersatz für den noch an leichten Muskelproblemen laborierenden Kapitän Marc Janko und soll mit seiner Größe für Unruhe im kasachischen Strafraum sorgen.
"Ein absoluter Teamplayer"
"Nur mit kleinen Spielern vorne wird man nichts gewinnen", erklärte Constantini, der anstelle von Maierhofer auch eine Nominierung von Sturm-Graz-Angreifer Roman Kienast in Erwägung gezogen hatte. Für den Ex-Rapidler habe gesprochen, "dass er verrückt ist", so der Nationaltrainer. "Es geht in erster Linie um den Typ Maierhofer. Er kommt nach außen oft arrogant rüber, ist aber ein absoluter Teamplayer."
Maierhofer trug zum bisher letzten Mal beim 1:3 in Frankreich das ÖFB-Trikot, Leitgeb wurde zuletzt beim 0:1 gegen Kroatien im Mai in Klagenfurt eingewechselt, dann aber von Constantini nicht für die Schweiz-Partie einberufen - mit der Begründung, er sei "kein Killer". Zu dieser Aussage steht der Coach nach wie vor. "Aber hoffentlich beweist er mir das Gegenteil."
Für die Spiele am 7. September gegen Kasachstan und danach am 8. Oktober in Wien gegen Aserbaidschan hat Constantini zwei Siege eingeplant: "Da wollen wir sechs Punkte machen, dazu stehen wir." Allerdings warnte der Tiroler davor, die vermeintlich schwachen Auftaktgegner auf die leichte Schulter zu nehmen. "Man glaubt, dass solche Länder im Fußball noch weit hinten sind, aber dann wacht man auf. Ich gehe davon aus, dass sich kein Spieler von uns überschätzt", sagte der Constantini, der sich schon ein Video des kasachischen Teams zu Gemüte geführt hat.
Der Teamchef versprach, dass in der EM-Qualifikation "jeder Spieler alles geben wird" und dass man vor großen Gegnern wie Deutschland oder Türkei nicht in Ehrfurcht erstarren werde. "Man muss vor jeder Mannschaft Respekt haben, vor allem vor denen, wo man glaubt, da gewinnen wir sowieso. Aber vor den Top-Nationen dürfen wir keinen Respekt haben."
(apa/red)
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