Samstag, 28. August 2010

Causa Bowug: SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter kritisiert Staatsanwaltschaft

  • Befürchtet Verdunkelungs- und Verabredungsgefahr
  • Auch 82 Prozent der Österreicher misstrauen Justiz

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter schießt sich in der Causa Buwog neuerlich auf die Staatsanwaltschaft ein. Anlass dafür ist deren Argumentation, warum gegen Walter Meischberger und Ernst Plech trotz des Verdachts der Beweismittelfälschung bisher keine Untersuchungshaft verhängt worden ist. Die beiden Freunde von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser sollen im November vorigen Jahres eine inhaltlich falsche Immobilieninvestment-Vereinbarung, datiert mit 12. März 2006, erstellt haben. Mit dieser sollte die Beteiligung von Plech am Verkauf der Bundeswohnungen verheimlicht werden.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Wien nennt laut "Kurier" zwei Gründe, warum bisher keine U-Haft verhängt worden ist. Erstens: Eine U-Haft könne bei Verdunkelungsgefahr maximal zwei Monate verhängt werden - das bringe nichts bei einem Verfahren, das schon allein wegen der vielen komplizierten Amtshilfe-Verfahren viel länger dauern werde. Zweitens: Meischberger und Plech wüssten, dass gegen sie wegen Fälschung von Beweismitteln ermittelt wird - daher würden sie jetzt sicher nicht versuchen, weitere Beweismittel zu fälschen.

Verdunkelungs- und Verabredungsgefahr
Vor allem ob der zweiten Begründung ist Kräuter fassungslos: "Es wird allen Ernstes behauptet, weil gegen die Beschuldigten wegen Beweismittelfälschung ermittelt werde, würde damit ein weiterer Versuch einer Beweismittelfälschung auszuschließen sein. Mit dieser tolldreisten Argumentation führt sich die Staatsanwaltschaft selbst ad absurdum", sagte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer gegenüber der APA. Seiner Ansicht nach besteht Verdunkelungs- und Verabredungsgefahr.

Kräuter befürchtet, dass damit auch das ohnehin schon katastrophale Vertrauen der Bevölkerung in die österreichische Justiz weiter untergraben werde. Er verweist in diesem Zusammenhang auf eine Karmasin-Umfrage für das Nachrichtenmagazin"profil", wonach 82 Prozent der Österreicher bezweifeln, dass die heimische Justiz alle Bürger gleich behandelt. Nur 14 Prozent sind der Meinung, dass alle gleich behandelt werden - vor einem Jahr waren es noch 28 Prozent.

(apa/red)

28.8.2010 12:34
hary1965, 30. 08. '10 16:55
rote Stammtischpoiltik
An Stammtischen sitzen meist die Experten die alles können und alles Wissen zusammen, im Täglichen Leben aber so gut wie nichts können. Und diese Stammtische kommen oft unter der SPÖ in die Politik, dort haben oft gar nichts gerlernt oder sind Zahnarzthelfer, Weichensteller oder andere Emporkömmlinge aus der Gewerkschaft. Ein Problem wird es dann wenn sie Hohe Politik machen und von nichts eine Ahnung haben und einfach nur dies und jenes behaupten und glauben alle anderen sind ähnlich ahnungslos wie sie selbst. Dann mißtrauen sie jeden wie der Herr Kräuter und stören andere mit ihren täglichen Senf. Denn alles was nicht rote Politik ist, ist schlecht, dabei übersehen sie natürlich ihren eigenen Filz der schon 50 Jahre Land wuchert und die Gesellschaft erdrückt
maultier, 02. 09. '10 10:42
Re: rote Stammtischpoiltik
Die Emporkömmlinge der schwarzen BÜNDEBRUT sind doch um nichts besser......
Hugoport, 30. 08. '10 15:56
Die Justiz ist link ?
Oder haben wir noch ehrliche Juristen, die ihr Handwerk ernst nehmen ? Ist diese 68 ziger Generation noch zu retten ? Derzeit muß sich jeder fürchten, der vor die Justiz muß ? Wer hat wo Freunde, wer hat die besseren Beziehungen ? Wer hat die CV Lobby hinter sich usw. ?Das darf doch wohl nicht wahr sein ?
Laleidama, 28. 08. '10 13:39
wenn das nicht Klassenjustiz
ist, was dann ??...die Schüssel - connection lässt grüssen...