Verschüttete müssen bei Rettung mithelfen:
Körperliche Verfassung großes Fragezeichen
- Chile: Eingeschlossene Bergleute vor Dauereinsatz
- Rührende Szenen bei Gesprächen mit Angehörigen
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Der Rettungsplan in der
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Die 33 in einer Kupfer- und Goldmine in Chile eingeschlossenen Bergarbeiter haben erstmals mit ihren Angehörigen sprechen können. Die Behörden ließen dafür ein Kabel durch eine der Versorgungsröhren zu den in 700 Metern Tiefe ausharrenden Männern herab. Die Angehörigen campieren über der Mine San Jose in der Atacama-Wüste in einem Zeltlager, das sie "Esperanza" (Hoffnung) getauft haben.
Bei den Gesprächen spielten sich bewegende Szenen ab. So nutzte der eingeschlossene Bergarbeiter Esteban Rojas die Gelegenheit, seiner Frau Jessica Yanez die kirchliche Heirat vorzuschlagen, nachdem beide vor 25 Jahren nur standesamtlich geheiratet hatten. Die Angehörigen waren tief gerührt und sehr erleichtert darüber, dass es den Verschütteten soweit gut gehe.
Bohrung von Rettungsschacht beginnt
Die Bohrung eines Rettungsschachtes, durch den die Eingeschlossenen in drei bis vier Monaten an die Oberfläche gebracht werden könnten, soll bald beginnen. Die Bergleute müssen zu ihrer eigenen Rettung beitragen. Der Chefingenieur der Rettungsarbeiten, Andres Sougarret, erklärte, während der Bohrung eines Rettungsschachts müssten die Männer in der Tiefe das hinabfallende Geröll zur Seite räumen. Sie müssten dazu in Schichten rund um die Uhr arbeiten und 3.000 bis 4.000 Tonnen Steine abtransportieren.
Der Schacht soll breit genug werden, um die Männer einzeln an die Oberfläche zu holen. Sougarret sagte, einfache Ausrüstungsgegenstände seien in der Tiefe vorhanden. Der neue Schacht werde wahrscheinlich mehrere hundert Meter vom Wohnbereich der Verschütteten enden, so dass genug Platz sei, um das hinabfallende Geröll zu beseitigen.
Allerdings war nicht klar, ob die Männer überhaupt in der körperlichen Verfassung sind, so schwere Arbeit zu leisten. Die 33 Männer sitzen seit einem Felssturz am 5. August in der Gold- und Kupfermine San Jose am Rand von Copiapo fest. Die Rettung kann nach Expertenschätzung bis Weihnachten dauern.
(apa/red)
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