Das sind Straches Wien-Nebendarsteller:
FPÖ stellt Landesliste für Wiener Wahl vor
- Gudenus und Vilimsky hinter dem Parteichef gereiht
- Das freiheitliche Wahlziel: Mindestens 20 Prozent
Als letzte Partei hat die FPÖ ihre Landesliste für die Wien-Wahl am 10. Oktober präsentiert. Denn bisher stand nur der Spitzenkandidat - Parteichef Heinz-Christian Strache - fest. Nun wurden auch die weiteren Plätze fixiert. Hinter Strache folgt der Sohn des früheren Nationalratsabgeordneten John Gudenus, der Landtags- bzw. Gemeinderatsabgeordnete Johann Gudenus. Platz drei ist für FP-Generalsekretär Harald Vilimsky reserviert.
Die Präsentation der Landesliste fand in einem Wiener Gasthaus statt, das laut Strache im Jahr 1899 eröffnet wurde. In jenem Jahr, so betonte der Parteichef, wurde auch die Operette "Wiener Blut" uraufgeführt. Diese Worte prangen auch auf den ersten blauen Wahlplakaten: Die Wiener FPÖ sorgt derzeit mit dem Slogan "Mehr MUT für unser 'Wiener Blut'" für Aufsehen.
Straches große Hoffnung
Die Kandidatenliste ist am Montagabend vom Vorstand beschlossen worden. Strache selbst geht, wie er bekräftigte, als Bürgermeisterkandidat ins Rennen. Die neue Nummer zwei, Johann Gudenus, ist laut dem FPÖ-Chef eine große politische Hoffnung. Der Drittgereihte, Harald Vilimsky, soll - unter einem Bürgermeister Strache - beim Umbau des Magistrats eine wichtige Rolle spielen, wie es hieß. Vilimsky sitzt derzeit im Nationalrat. Er war ursprünglich im FP-Klub im Rathaus tätig, ein Mandat hat er in Wien bisher nicht ausgeübt.
Auf den weiteren Plätzen folgen die Gemeinderätin Veronika Matiasek und Klubchef Eduard Schock. Platz sechs ging an Barbara Kappl, die zuletzt bei der Wirtschaftskammerwahl für die Blauen kandidiert hat. Danach folgen der nicht amtsführende Stadtrat Johann Herzog sowie Gemeinderat David Lasar. Auf den neunten Platz wurde die freiheitliche Kultursprecherin im Parlament, Heidemarie Unterreiner, gereiht, die somit vor einer Rückkehr ins Wiener Stadtparlament stehen könnte.
"Wir wollen eine Stadt schaffen, die wieder Weltstadt wird und nicht zur Allerweltsstadt verkommt", umriss Strache heute sein Wahlprogramm. Man sei nicht allgemein gegen Fremde: "Aber wir wollen nicht zur Minderheit in der eigenen Heimatstadt werden". Und er versicherte: "Wir sind die Hoffnung für die Hoffnungslosen."
Wahlziel: Mindestens 20 Prozent
Derzeit verfügt die Wiener FPÖ über 13 Mandate. Sie ist viertstärkste und damit kleinste Fraktion im Rathaus. Das Wahlziel von Parteichef Strache lautet jedoch: Zulegen - auf einen Stimmanteil von mindestens 20 Prozent. 2005 waren es knapp 15 Prozent.
(apa/red)










