"Keine Moscheen und Minarette": Steirische FPÖ startet mit Strache in den Wahlkampf
- Kurzmann: "Sind Heimatpartei, nicht SPÖ oder ÖVP"
- Strache: "Nicht gehaltene Versprechen abstrafen"
·Anti-Minarett-Spiel:
Die Justiz macht ernst
FPÖ-Kandidat Kurzmann soll "ausgeliefert" werden
·"Nicht SPÖ oder ÖVP, wir sind Heimatpartei"
Steirische FPÖ startet
mit Strache in Wahlkampf

Im Herzen Leobens, im zum Congresszentrum umgebauten alten Rathaus am Hauptplatz eröffnete die steirische FPÖ am Freitagabend ihren Intensivwahlkampf vor rund 300 bis 400 Besuchern. Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann sagte, auf den 26. September habe man fünf Jahre lang gewartet, denn dann werde man wieder stark und im Landtag vertreten sein. Sein Hauptthema: "Wir wollen keine Moscheen und Minarette in der Steiermark".
Schon Wahlkampfgestalter Alexander Segert hatte zuvor den Islam als Hauptthema angesprochen, und Kurzmann ging gleich zu Beginn seiner Rede darauf ein. "Für die Heimat einsetzen, damit wir uns nicht fremd im eigenen Land fühlen müssen", so Kurzmann. "Wir wollen, dass Ausländer unsere Gesetze und Werte respektieren und einhalten". Danach gab es noch einige regionale Forderungen, wie etwa jene nach einer Aufrechterhaltung von Spitälern und den Verzicht auf das Schubhaftzentrum in Vordernberg. "Die FPÖ ist die soziale Heimatpartei, nicht die SPÖ und die ÖVP, und wir vertreten die Interessen der Steirer im nächsten Landtag".
Entgegen dem Usus bei Auftaktveranstaltungen war nicht Kurzmann der Abschlussredner, sondern Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache. Dieser konzentrierte sich auf Kritik an SPÖ-LH Franz Voves, an der Bundesregierung und der EU. Einmarschiert im Congresszentrum war Strache im Schein von Wunderkerzen und zu den Klängen der "1492"-Filmmusik von Vangelis - ein Grieche übrigens, was nicht so ganz zur in der Steiermark plakatierten Linie des Griechenland-Prügelns - ein Grieche in der Hängematte mit Euro-Bündeln - der vergangenen Wochen passen mochte.
Deftig ging es Strache in Bezug auf den steirischen Landeshauptmann Voves an: "Dieser ist ein schwarzer Fleck in der steirischen Politik, wie auch sein siamesischer Zwilling Hermann Schützenhöfer. Wer kennt den schon in der Steiermark, wenn die ÖVP nicht so viel Geld mit seinem Bild verplakatieren würde, tät' man ihn gar nicht kennen. Aber speziell Voves ist ins Visier von uns zu nehmen, denn er ist gescheitert, Stichwort Zukunft Steiermark-Stiftung". Voves habe seine Versprechen nicht gehalten, "und das wird am 26. September abgestraft".
(apa/red)
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