Erstes Opfer im New Yorker Moscheenstreit:
Taxifahrer wegen seines Glaubens attackiert
- Fahrgast attackierte muslimischen Taxler mit Messer
- Schock: "Habe noch nie so eine Unsicherheit gefühlt"

·NYC: Taxler als Opfer des Moscheen-Streits
Messerattacke: Moslem entrinnt Tod nur knapp
·Obama kündigt Konjunkturpaket an
50 Milliarden Dollar sollen
in Infrastruktur fließen
Offenbar wegen seines muslimischen Glaubens ist ein New Yorker Taxifahrer mit einem Messer angegriffen worden. Ein Kunde habe den 43-jährigen Ahmed Sharif zunächst gefragt, ob er Muslim sei, und diesen dann mit einem Messer an Hals, Schultern und im Gesicht verletzt, berichteten US-Medien. Sharif hielt an, sobald er einen Polizisten sah, und berichtete von der Messerattacke. Der 21-jährige Angreifer wurde sofort festgenommen. Er muss sich wegen Mordversuchs und eines rassistisch motivierten Verbrechens verantworten.
Sharif äußerte sich bestürzt. "Ich lebe hier seit 25 Jahren, ich fahre seit 15 Jahren Taxi und meine vier Kinder wurden hier geboren, ich habe noch nie so eine Unsicherheit gefühlt", erklärte er in einer Mitteilung der Taxigewerkschaft.
Wachsender Hass gegen Muslime
Der Taxifahrerverband sowie mehrere Anti-Rassismus-Organisationen verurteilten die Tat scharf. Es gebe einen "wachsenden Hass gegen Muslime in New York und in den USA", die sich vor allem in der derzeitigen Diskussion über das geplante islamische Gemeindezentrum in der Nähe des Ground Zero manifestiere, erklärte die "New Yorker Koalition gegen Islamophobie".
Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg teilte mit, er habe mit dem Taxifahrer gesprochen und ihm versichert, dass die Zugehörigkeit zu einer Religion oder Ethnie keinen Unterschied in New York mache. (apa/red)
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