Faymann verwundert Lehrer-Gewerkschaft:
Kanzler hält Lehrer-Mehrarbeit für möglich
- SP-Gewerkschafter lehnen Fayman-Vorstoß strikt ab
- Erhöhung der Arbeitszeit bedeute "Lohnkürzungen"

·Faymann verwundert
Lehrer-Gewerkschaft
Kanzler hält Erhöhung der
Unterrichtszeit für möglich
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Faymann & Pröll machen
28 Mio. Euro extra locker
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ÖVP-Chef verspricht Steuern nicht zu erhöhen
Verwundert hat die ÖVP-nahe Lehrergewerkschaft auf den Vorstoß von Kanzler Faymann reagiert, wonach die Regierung zwecks Einsparungen besprechen werde, "ob Lehrer nicht ein paar Stunden mehr arbeiten könnten". "Der Kanzler hat anscheinend vergessen, welche Turbulenzen es im Vorjahr gegeben hat", so AHS-Lehrergewerkschafterin Scholik. Auf Distanz gingen auch die roten Gewerkschafter.
Pflichtschullehrer-Vertreter Riegler warnte davor, dass der Lehrermangel mit solchen Maßnahmen "hundertprozentig verstärkt wird". Die Regierung könne nicht davon ausgehen, dass sich mehr Leute für den Lehrberuf interessieren, wenn ihnen schlechtere Bedingungen und weniger Bezahlung angekündigt werden. In der Wirtschaft passiere das Gegenteil, betonte Riegler. Dort werde bereits darüber nachgedacht, die Lehre wieder attraktiver zu machen, indem zum Beginn der Ausbildung Mopeds verschenkt werden.
(Fast) keinen Kommentar gab es am Montag auf APA-Anfrage von ÖVP-Bildungssprecher Amon. Er wolle zum Vorschlag des Kanzlers "nicht pauschal Ja oder Nein sagen, das muss man sich im Detail anschauen". Er betonte jedoch, dass Änderungen der Stundenverpflichtungen der Lehrer im Rahmen des neuen Dienstrechtes "sozialpartnerschaftlich diskutiert werden müssen". Dass Faymann in der "Kronen Zeitung" laut über Lehrer-Mehrarbeit nachgedacht hat, kritisierte Amon. Schließlich sei innerhalb der Regierung ausgemacht, mögliche budgetäre Maßnahmen intern und nicht über die Medien zu kommunizieren.
Kritik gab es auch von den roten Lehrer-Gewerkschaftern. "Diese Idee von BK Feymann (sic!) lehnen wir strikt ab und wir werden dagegen mit allen demokratischen Mitteln dagegen ankämpfen!" kündigte der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Lehrer/innen Österreichs, Reinhard Dumser, an. Er betonte, dass der Kanzler niemals mit der SLÖ über derartige Pläne gesprochen habe. Die von "Feymann", wie der Kanzler im Text durchgehend genannt wird, vorgeschlagene Erhöhung der Arbeitszeit bedeute eigentlich "Lohnkürzungen durch die Hintertür".
(apa/red)
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