"Islamistenpartei"-Sager: Häupl fordert von FPÖ-Obmann Strache eine Entschuldigung
- "Sonst werden wir über Rechtswege nachdenken"
- Wiener SPÖ setzt 44 Migranten auf Landesliste

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"Islamisten": Strache soll sich bei SP entschuldigen
Die Wahlkampftöne werden rauer: Wiens Bürgermeister Häupl hat von FPÖ-Parteiobmann Strache aufgrund dessen jüngster Äußerung, die SPÖ sei eine "Islamistenpartei", eine Entschuldigung eingefordert. "Sollte er das nicht tun, werden wir über Rechtswege nachdenken", drohte das Stadtoberhaupt. Der Chef der Blauen habe die SPÖ mit einer "Verbrecherorganisation" gleichgesetzt.
Schließlich bedeute der Begriff "Islamist" im allgemeinen Sprachgebrauch nichts anderes als "Terrorist". Der FPÖ-Chef könne offensichtlich die Begriffe "Islam" und "Islamismus" nicht auseinanderhalten. "Wenn ich sagen würde - was ich natürlich nicht sage -, dass die FPÖ eine Nazi-Partei ist, gäbe das eine fürchterliche Aufregung", so Häupl.
44 Migranten auf SPÖ-Landesliste
Die SPÖ respektiere selbstverständlich alle Religionen, sagte der Bürgermeister anlässlich der Präsentation der SPÖ-Listenkandidaten mit migrantischem Hintergrund . Insgesamt haben auf der roten Landesliste 44 von 300 Kandidaten Migrationshintergrund. An wählbarer Stelle befinden sich vier migrantische Kandidaten, die bereits jetzt im Gemeinderat vertreten sind: Anica Matzka-Dojder aus dem ehemaligen Jugoslawien, die gebürtige Türkin Nurten Yilmaz, Omar Al-Rawi aus dem Irak und der aus Tschechien stammende Peko Baxant.
Gegenüber der APA hatte Häupl in einem Interview zum Thema gesagt, bei der Wahl am 10. Oktober werde eine wichtige Entscheidung gefällt: "Wollen wir eine Stadt, in der die Menschen auf gutem Wohlstandsniveau friedlich miteinander leben, oder wollen wir in einer Stadt leben, wo Menschen aufeinandergehetzt werden, wo es brennende Häuser gibt und wo es drunter und drüber geht?" (apa/red)
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