Drama um Ölpest geht weiter: Experten
warnen vor Verseuchung des Meeresbodens
- Studie: Bis zu 80 Prozent des Öls sind noch im Meer
- In Tiefe gesunkenen Partikel können sich lange halten
·Diese Ölfresser hat
der Himmel geschickt
Mikroben als Lösung
für die Ölkatastrophe?
·Ölpest-Drama ist
noch nicht zu Ende
Experten: Öl befindet sich
jetzt am Meeresboden
·Ölpest - Am 20. April beginnt das Unglück
Eine Chronologie der schrecklichen Katastrophe
Neue wissenschaftliche Untersuchungen zum Ausmaß der Ölpest im Golf von Mexiko widersprechen Aussagen der US-Regierung, wonach ein Großteil des Öls mittlerweile beseitigt wurde. In einer veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der Universität Georgia heißt es, bis zu 80 Prozent des Öls befänden sich noch im Meer.
Forscher der Universität von Süd-Florida berichteten am Dienstag, sie hätten noch am Grund eines Meeresgrabens, des DeSoto Canyons, Hinweise auf Ölpartikel gefunden. Die Forscher müssen allerdings noch nachweisen, dass dieses Öl tatsächlich durch den Untergang der Bohrplattform "Deep Water Horizon" Ende April ins Meer gelangte.
Auch andere Wissenschaftler halten es aber für möglich, dass noch große Mengen Öl unter der Meeresoberfläche lauern. Dies sei der Preis dafür, dass der BP-Konzern Chemikalien eingesetzt habe, um den Ölteppich an der Meeresoberfläche aufzulösen, sagt etwa Monty Graham von der Meeresforschungsstation auf Dauphin Island im US-Staat Alabama. Die dabei in die Tiefe gesunkenen Partikel könnten sich noch lange halten, weil sie in den tiefen und kalten Wasserschichten nur langsam abgebaut würden.
(apa/red)
