Wohnen und Treibstoff teurer geworden:
Inflation trotzdem auf 1,9 Prozent gesunken
- Im Monatsabstand 0,4 Prozent weniger als im Juni
- Sommerschlussverkauf sorgt für den Rückgang
·Striktes Knausern
statt dem Schmausen?
Hunger nach Rohstoffen
macht das Essen teurer
·Wohnen & Treibstoff sind teurer geworden
Juli-Inflation trotzdem auf 1,9 Prozent gesunken

Die Inflation ist in Österreich im Juli im Jahresabstand von 2,0 auf 1,9 Prozent zurückgegangen, auf das Niveau von Mai. Hochgehalten wird die Teuerungsrate laut Statistik Austria durch Preisanstiege bei Wohnen und Treibstoffen, beide sind für die Hälfte des VPI-Anstiegs verantwortlich. Im Monatsabstand sank das Preisniveau dank günstiger Bekleidungsartikel im Sommerschlussverkauf um 0,4 Prozent.
Hauptpreistreiber im Jahresabstand war im Juli die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser und Energie" mit einem Anstieg um 2,8 Prozent bzw. +0,53 Prozentpunkten Einfluss auf den gesamten VPI. Ausschlaggebend dafür waren nach Angaben der Statistik Austria Preisanstiege bei Wohnungsmieten (um 4,2 Prozent) bzw. bei Haushaltsenergie (+3,5 Prozent) sowie bei Instandhaltung von Wohnungen (+2,6 Prozent).
Für den Preisanstieg von 3,0 Prozent in der Ausgabengruppe "Verkehr" (+0,44 Prozentpunkte VPI-Einfluss) waren vor allem die im Jahresabstand um 12 Prozent teureren Treibstoffe verantwortlich. Pkw-Neuwagen waren dagegen im Schnitt um 1,4 Prozent billiger.
Schlussverkauf dämpft Teuerung
Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand war im Juli die Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe", die - aufgrund des Sommerschlussverkaufs - Preisrückgänge von 13,6 Prozent aufwies. Dadurch wurde der VPI rein rechnerisch gegenüber dem Vormonat um 0,74 Prozentpunkte gedrückt. Dafür verteuerte sich "Freizeit und Kultur" um 2,2 Prozent und war damit Monats-Hauptpreistreiber; Grund dafür waren primär die saisonbedingt 8,7 Prozent teureren Pauschalreisen.
Stärker als der allgemeine VPI zugelegt hat im Juli der Preisindex für Pensionistenhaushalte mit einem Plus von 2,1 Prozent, nach +2,2 Prozent im Juni. Das ist überwiegend auf Teuerungen bei den Sozialschutz- und Krankenhausdienstleistungen sowie bei Heizöl zurückzuführen.
Der für die Euro-Zone berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs legte binnen Jahresfrist um 1,7 (1,8) Prozent zu. Im Monatsabstand verringerte sich das Preisniveau des HVPI um 0,5 Prozent, beim Pensionisten-Index ging es ebenso wie beim allgemeinen VPI um 0,4 Prozent zurück.
(apa/red)

