Karl stoppt Ausbau der Fachhochschulen:
Geplanter Expansion fehlen die Geldmittel
- Wissenschaftsministerin will nun Prioritäten ändern
- "Konzentration auf bestehende Einrichtungen"
·Ist für die Note
bald Bares fällig?
Ministerin Beatrix Karl will
Gebühren für Prüfungen
·Studenten rüsten sich
für "heißen Herbst"
ÖH kündigt neue Proteste gegen Uni-Politik an
·Karl stoppt Ausbau der Fachhochschulen
Keine Mittel für geplante Expansion vorhanden
·Fehlt Unis Kreativität
beim Geldauftreiben?
NEWS: Ministerin Karl
fordert "mehr Fantasie"
·Österreicher für Uni-
Zugangsbeschränkung
Umfrage: 81 % dafür. Hälfte auch für Gebühren.
·Freier Uni-Zugang
für Karl "ein Problem"
Will Aufnahmeverfahren in den Massenfächern
Der Ausbau des Fachhochschulsektors wird aus Budgetgründen vorerst gestoppt. "Die bislang in den FH-Entwicklungs-und Finanzierungsplänen vorgesehene Expansion kann auf Grund der notwendigen Budgetkonsolidierung des Bundes leider nicht fortgesetzt werden", schreibt Wissenschaftsministerin Karl in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung.
Nur falls zusätzliche finanzielle Mittel aufgestellt werden können, sind rund 100 zusätzliche Studienplätze ab 2011/12 vorgesehen, heißt es weiter. Zuletzt waren Zusatzmittel für die Fachhochschulen (FH) im Zusammenhang mit von der ÖVP vorgeschlagenen möglichen Öko-Steuern im Gespräch, die jedoch von der SPÖ abgelehnt wurden. Der derzeit geltende FH-Entwicklungsplan läuft 2010 aus. Darin war eine Expansion um jährlich 300 Anfänger-Studienplätze vorgesehen.
Der neue FH-Plan soll noch im Sommer ausgesendet werden. Darin soll der Schwerpunkt auf die "qualitative" Weiterentwicklung des FH-Sektors gelegt werden, so Karl. "Die notwendige Budgetkonsolidierung des Bundes sowie die derzeit wirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen machen vorerst ein quantitatives Wachstum des Fachhochschulsektors im bisherigen Ausmaß leider nicht möglich." Neue Schwerpunkte im künftigen FH-Plan sind dementsprechend "Konsolidierungsmaßnahmen wie Konzentration auf bestehende Einrichtungen sowie Fördermaßnahmen für Studierende mit Migrationshintergrund oder Behinderung". Weitere Ziele sind u.a. die Steigerung des Frauenanteils in den technischen Bereichen, die Förderung berufsbegleitender Angebote sowie der Durchlässigkeit des Bildungssystems.
Derzeit gibt es an den Fachhochschulen rund 36.000 Studienplätze in mehr als 300 Studiengängen, 14.000 davon sind Anfänger-Studienplätze. Der Bund bezahlt pro Studienplatz 7.940 Euro bei technischen bzw. 6.510 Euro bei wirtschaftlichen Studiengängen. (apa/red)
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