Montag, 13. September 2010

Studenten rüsten sich für "heißen Herbst":
Neue Proteste gegen Uni-Politik angekündigt

  • "unibrennt"-Bewegung bereitet sich auf Aktionen vor
  • Audimax-Besetzung: Wiederholt sich die Geschichte?

Den Universitäten blüht ein "heißer Herbst". Die HochschülerInnenschaft will die Studenten nämlich zu neuerlichen Protesten gegen die Universitätspolitik aufrufen. Und auch die einigen Dutzend Aktivisten der "unibrennt"-Bewegung, die im vergangenen Herbst die Besetzung von Hörsälen an mehreren Unis in Österreich organisiert haben, bereiten sich momentan schon auf mögliche Aktionen im Herbst vor.

"Es gibt noch immer genug Themen - von den Eingangsprüfungen bis zur Budgetstagnation - die den Studierenden sauer aufstoßen", so der frühere Hörsaalbesetzer. Wie das Aufbegehren der Studenten tatsächlich aussehen könnte, ist wegen der dezentralen Organisation der "unibrennt"-Bewegung allerdings nicht vorherzusehen. Geplant seien jedenfalls Aktionen anlässlich des Jahrestags der Besetzung des Audimax der Uni Wien am 22. Oktober bzw. bei der Verleihung des Ehrenpreises "Digital Communities" bei der Ars Electronica Anfang September.

Geschichte wiederholt sich nicht
Die ÖH, die allerdings bei den Hörsaalbesetzungen im vergangenen Herbst anfangs nur eine untergeordnete Rolle gespielt hatte, geht "fix davon aus, dass es wieder Proteste in der einen oder anderen Form geben wird" - wobei davon auszugehen sei, dass "die Geschichte (mit Hörsaalbesetzungen über mehrere Wochen, Anm.) sich nicht wiederholen wird", so die ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer.

Anlass für Protest gebe es genug, immerhin habe sich an den bestehenden Missständen wie Unterfinanzierung der Unis und Fehlen eines Entwicklungsplans auch unter Wissenschaftsministerin Beatrix Karl nichts geändert. Die Situation für die Fachhochschulen habe sich sogar verschlechtert, kritisierte Maurer Karls Ankündigung, die FH-Plätze vorerst doch nicht auszubauen.

(apa/red)

13.9.2010 17:40