Litauen macht heuer kräftig Schulden: Land
kann nicht alle Mitgliedsbeiträge bezahlen
- Will über Ratenzahlungen oder Nachlässe verhandeln
- Beitragsschulden von 3,77 Mio. Euro sollen entstehen

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langsam, aber sicher aus
Litauen kann in diesem Jahr voraussichtlich nicht alle Mitgliedsbeiträge an internationale Organisationen zahlen. Laut der Tageszeitung "Lietuvos Zinios" dürften heuer Beitragschulden von insgesamt rund 13 Mio. Litas (3,77 Mio. Euro) entstehen. Litauen ist bei mehr als 180 internationalen Organisationen, Konventionen, Programmen und Projekten dabei. Dazu gehören neben EU, NATO und UNO auch die OSZE, der IWF, Interpol und der Europarat.
Welche Organisationen ihre Mitgliedsbeiträge für 2010 nicht oder nur teilweise von Litauen erhalten werden, ist unklar. Laut "Lietuvos Zinios hat die Regierung 66,5 Mio Litas (19,3 Mio. Euro) für die Mitgliedzahlungen veranschlagt. Davon sollen allein 23 Millionen Litas in die Nordische Investmentbank fließen.
"Temporäres" Problem?
Im Außenministerium in Vilnius hielt man sich bedeckt. Sprecher Rolandas Kacinskas zufolge handelt es sich um ein "temporäres" Problem. Man versuche derzeit mit den betroffenen Organisationen über mögliche Ratenvereinbarungen oder Gebührennachlässe zu verhandeln.
2009 hatte Nachbar Lettland ähnliche Probleme. Dabei ging es konkret um die Zahlung der Jahresbeiträge an NATO und OSZE. (apa/red)
