Grünen-Idee in der Zuwanderungsdebatte:
Hier geborene Ausländer-Babys einbürgern
- Vassilakou: Abstammungs-Prinzip nicht mehr modern
- 11.000 Babys sind im Jahr 2009 betroffen gewesen
·Zuwanderer werden zu schlecht genutzt
Experten setzen unsere Politiker unter Zugzwang
·Staatsbürgerschaft für Ausländer-Babys
Grüne mit neuer Idee in der Zuwanderungsdebatte
·Analphabet aus den Bergen unerwünscht
Fekter für klare Regeln bei der Zuwanderung
·Kluge Köpfe machen Bogen um Österreich
Zuwanderungsdebatte
wird weiter angeheizt
·Zuwanderung spaltet Österreichs Politiker
Burgstaller für, Dörfler gegen Rot-Weiß-Rot-Card

Neuer Input der Grünen in der aktuellen Zuwanderungsdebatte: Geht es nach Maria Vassilakou, sollen Ausländerkinder bei Geburt in Österreich sofort die Staatsbürgerschaft erhalten. Die stellvertretende Bundessprecherin verweist dabei auf die USA, Deutschland und andere europäische Staaten und hält das aktuell geltende Abstammungsprinzip für nicht mehr zeitgemäß.
Im Ö1-Morgenjournal spricht sich Vassilakou eindeutig für das sogenannte lus Solis, das Geburtsortsprinzip bei der Vergabe von Staatsbürgerschaften, aus. Denn dadurch seien Kinder von legal in Österreich lebenden Ausländern - im Jahr 2009 waren es etwa 11.000 - zu sehr von der finanziellen Lage der Eltern abhängig. Und damit, so argumentiert Vassilakou, würde man auch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei Kindern schaffen, inklusive allen denkbaren Nachteilen.
"Diese Kinder werden österreichische Schulen besuchen, perfekte Deutschkenntnisse erlangen und in Österreich qualifiziert werden. Für mich ist es daher nicht nachvollziehbar, dass wir aus diesen Kindern künstlich Ausländer erzeugen," echauffiert sich Vassilakou weiters. Und auch einen Seitenhieb in Richtung Innenministerin Fekter, die gegen "Analphabeten aus Bergregionen" Stimmung macht, kann sich die grüne Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl nicht verkneifen: "In Österreich haben wir derzeit eine sehr zynische Zuwanderungsdebatte, über qualifizierte und unqualifizierte, und welche Art von Zuwanderern Österreich in Zukunft braucht. Aber wir blenden komplett aus, dass jährlich tausende Kinder in Österreich auf die Welt kommen und aufwachsen, die nichts anderes als Österreicher sind." (red)

