Dienstag, 3. August 2010

Zuwanderer werden zu schlecht genutzt:
Experten setzen Politiker unter Zugzwang

  • Fordern Initiativen bei Beschäftigung und Bildung
  • Plus: Zahl der Einbürgerungen bleibt stark rückläufig

Massiven Verbesserungsbedarf sehen führende Experten bei der besseren Integration von Zuwanderern. Das Dialogforum der Donau-Universität Krems fordert mehr Initiativen bei Bildung und Beschäftigung und setzt so die heimische Politik unter Zugzwang.

Wie das Ö1-Morgenjournal berichtet, sind sich die Experten beim derzeit stattfindenden Forum einig: Nur wenige Länder nutzen das Potenzial ihrer Zuwanderer so schlecht wie Österreich. Bereits bei der Ankunft werden sie benachteiligt, weil deren Qualifikationen nicht anerkannt werden. Und diesen Rückstand aufzuholen sei schwierig und teuer, so Annette Sprung von der Uni Graz. Zuwanderer haben es nämlich schwerer, sich hier weiterzubilden. Ihnen fehlen soziale Netzwerke, um sich auszutauschen. Zudem fürchten einige Fortbildungseinrichtungen um ihren Ruf, sollten sie offensiv um Migranten werben, erläutert Sprung.

Migrationsforscherin Gudrun Biffl appelliert vor allem an die heimischen Gewerkschaften, ihre Skepsis gegenüber ausländischen Arbeitskräften und der Öffnung des Arbeitsmarktes abzulegen. Vielmehr sollte man Migration als Chance sehen, fordert Biffl.

Weniger Einbürgerungen
Unterdessen bleibt die Zahl der Einbürgerungen weiterhin stark rückläufig. Im ersten Halbjahr wurde an insgesamt 2.764 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres bedeutet dies einen Rückgang von 34,9 Prozent. In den Jahren 2003 bis 2005 waren die Einbürgerungszahlen laut Statistik Austria bis zur Jahresmitte noch jeweils rund sieben bis acht Mal so hoch wie heuer.

Mit Ausnahme von Kärnten wurden im ersten Halbjahr 2010 in allen Bundesländern weniger Personen eingebürgert als von Jänner bis Ende Juni 2009. Die Rückgänge waren jedoch unterschiedlich hoch und reichten von weniger als einem Zehntel in Vorarlberg und Salzburg bis weit über 50 Prozent in Wien. Nur in Kärnten erhielten mit 239 Personen um gut die Hälfte (+53,2 Prozent) mehr die österreichische Staatsbürgerschaft als im Vergleichszeitraum 2009 (156). In Wien sank die Zahl von 1.486 auf 650 (-56 Prozent), in Niederösterreich von 642 auf 364 Personen (-43 Prozent) und in Oberösterreich von 714 auf 470 Personen (-34 Prozent). Unterdurchschnittliche Rückgänge der Einbürgerungszahlen verzeichneten Tirol (von 365 auf 269; -26 Prozent), die Steiermark (von 267 auf 207; -22 Prozent), das Burgenland (von 91 auf 81; -11 Prozent), Salzburg (von 282 auf 260; -8 Prozent) und Vorarlberg (von 235 auf 222; -6 Prozent).

(apa/red)

3.8.2010 12:14
Michl1200, 09. 09. '10 17:45
Unsere Leute bleiben über?
Das heißt,die Österreicher sollen stempeln gehen und Arbeitsplätze für Ausländer zu schaffen?Ich sehe keinen Sinn dahinter.Wenn die Industrie unsere Jungen besser ausbilden würde,könnten wir auf Ausländer verzichten.Oder werden die Ausländer schlechter bezahlt,so das sie willkommen sind und billiger wie die eigenen Leute.Das währe dann eine Sache für die Gewerkschaft.Aber wie heißt es so schön?Eine Taube pickt der anderen kein Auge aus.
derpradler, 05. 08. '10 09:28
Wenn man unseren Leuten
wieder ordentliche Gehälter bezahlen würde, bräuchte man keine Ausländer. Man bescheißt in diesem System die Einheimischen und die unterbezahlten Ausländer, das sieht aber die Regierung; die Lobbyisten des Kapitals ;ganz anders!
1110_Wien, 06. 08. '10 14:43
Re: Wenn man unseren Leuten
Diese Sichtweise ist eher etwas oberflächlich. Immerhin sind die westlichen Firmen (auch unsere) verantwortlich für das Lohndumping in den Entwicklungsländern. Das ist der Preis für Konkurrenzfähigkeit.
Und natürlich führt diese Art von Auslagerung von Produktions- und Arbeitskraft und somit Einsparung von Fixkosten unweigerlich zu den unverschämten und nicht gern gesehenen "Wirtschaftsflüchtlingen". Das Problem ist hausgemacht: "Wir wollen eure Arbeitskraft, aber außerhalb unserer Grenzen"...
Ein Hoch auf die Billigproduzenten und die hiesigen Schnäppchenjäger...
freeyourmind, 04. 08. '10 09:08
Wer sind eigentlich immer diese Experten...
Was mir schon lange auf dem Herzen liegt, - wer sind eigentlich immer diese "Experten"? Sind es in diesem Falle einfach Personen an unterschiedlichen Forschungsinstituten, die anhand ihrer sozial-wirtschaftlichen Forschungstätigkeit diesen Entschluss fassen, oder sind es vielleicht die Unternehmer selber aus der Wirtschaft... Nun wer auch immer diese Herren und Frauen sind, ich glaube man sollte in dieser Frage wirklich das Augenmerk mal auf Österreicher mit Migrationshintergrund legen. Deren Anzahl ist ja um das vielfache höher als die wenigen, die neu nach Österreich kommen. Jeder spricht immer von den Neuen, und dass die Zahlen so rückläufig sind, im Vergleich zu denen der 1970er bis 1990er vielleicht schon, darum muss das Augenmerk auch auf Einwanderer dieser Jahrgänge gelegt werden.
nonane, 04. 08. '10 07:44
Noch was:
Obamas Vater ist aus Kenia - Wenn die USA jetzt in mit Nordkorea einen Atomkrieg beginnt dann können wir uns nach Ihrer Logik also bei Nordkorea, USA und Kenia dafür bedanken oder wie? - Schwachsinniger...
Wilfried1931, 03. 08. '10 17:47
Welchen Anteil trägt der Zuwander?
Es heißt von Seiten der Fortschrittlichen immer wieder, die Gesellschaft, der Staat und die Politik ist Schuld. Man kann nun sagen dass dies zum Teil stimmt, da Zuwanderung passiv passierte und so getan wurde als ginge es neimanden etwas an und jeder der Kritik übte war natürlich ein Nazi. So kam Zuwanderung hauptsächlich über das Asyl und alles andere war Zufall. Nun stellt sich die Frage wie die Gesellschaft einen großen Teil der Zuwanderer nutzen soll und was sie dafür kann dass hauptsächlich Leute kamen die von Sozialleistungen angezogen wurden und nichts dafür tun mußten, nichteinmal die Sprache wurde erlernt. Was soll nun die Wirtschaft machen mit Leuten denen nichts interessiert? Alle anderen hatten sehrwohl die Möglichkeit sich zu Bilden oder wurde dies den Zuwandern verboten??
nonane, 04. 08. '10 08:51
Re: Welchen Anteil trägt der Zuwander?
Da haben Sie Recht - Wenn ich mir vorstelle nach Italien auszuwandern und in 30 Jahren kann ich immer noch kein Wort Italienisch - dann wird Italien keine Freude an mir haben (integrationsmäßig...)
nonane, 03. 08. '10 15:16
Kurze Info:
Der Maoist ist Deutscher und beschimpft UNS als Naziland!
Ist das nicht der Oberbrüller?! *lol*

Das ist ja so als würde ein Afghane die Türkei als Terroristenland beschimpfen... HAHAHHAHAAHA

Jetzt wird auch klar warum er so viele Artikel aus österreichischen Zeitungen an "Antirassismusorganisationen" schickt - er will den "Schwarzen Peter" an Österreich weitergeben! *lol*
klugscheisser8, 03. 08. '10 15:20
Re: Kurze Info:
Abgesehen davon, dass die Beschimpfung als Naziland nicht wirklich zutrifft: Auch Deutsche haben das Recht, uns zu kritisieren. Denn im Gegensatz zu uns hat der große Nachbar die dunkelbraune Vergangenheit tatsächlich aufgearbeitet, während wir uns an der Opferthese geklammert haben.
nonane, 03. 08. '10 15:37
Re: Kurze Info:
Aufgearbeitet? Wie? das hätte ich jetzt gerne erklärt...
klugscheisser8, 03. 08. '10 16:06
Re: Kurze Info:
Puuh, das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Ich möchte hier keinen Roman verfassen, aber es fängt an mit Nürnberger Prozessen, geht weiter mit Restitutionszahlungen und setzt sich fort mit der ausnahmslosen Distanzierung rechtsextremer Gruppierungen im politischen Prozess. Schwarz-Blau wäre dort beispielsweise nie zugelassen worden...
nonane, 03. 08. '10 16:47
Re: Kurze Info:
naja das stimmt natürlich - aber was sollen denn WIR bitteschön aufarbeiten - was geht uns die Nazizeit an? Da war ich noch gar nicht geboren - und meine Eltern auch nicht - und meine Großeltern waren noch Kinder!

Eines der geilsten Argumente der letzten Jahre war immer wieder: "Arigona war noch ein Kind als sie illegal hier einreiste - was kann die denn für die Taten ihres Vaters"
... da frag ich mich was wir dann für die NSDAP können...?
klugscheisser8, 03. 08. '10 16:55
Re: Kurze Info:
Da geht es um die Definition von "WIR": Natürlich meine ich da jetzt keinen Einzelnen, sondern das kollektive Gedächtnis/Geschichtsbild Österreichs, das meiner Meinung nach noch nicht wirklich aufgearbeitet/überarbeitet wurde. Das Umdenken gab es zwar mit Vranitzkys Rede 1993 in Israel, aber danach ist leider nicht mehr so viel in diese Richtung geschehen.
hary1965, 03. 08. '10 17:37
Re: Kurze Info:
Der Moaist mag vielleicht ein Spinner sein, aber die gibt es überall auch hier. Ob der Maoist nun Deutscher interessiert niemanden er hat das selbe recht Österreich zu kritisieren wie jeder andere auch. Und überhaupt sind die meisten Deutschen sehr freundliche und sympatische Menschen, ich freue mich immer wieder Deutsche zu treffen, sie sind weltoffener und aufrichtiger als so manche Österreicher
Wilfried1931, 03. 08. '10 18:01
Re: Kurze Info:
zur Erinnerung Hitler war bekanntlich Österreicher, das scheint der Poster nicht zu wissen
nonane, 04. 08. '10 07:41
Re: Kurze Info:
Ach - Hitler war Österreicher?! - und was soll das jetzt aussagen? - Dann war es wohl nicht die NSDAP sondern die NSÖAP welche ihm die Macht gegeben hat? Dann haben ihn also die Österreicher zum Oberhaupt gewählt und nicht die Deutschen?! - Dann ist er mit 8Mio. Österreichern in alle mögl. Länder einmarschiert - und nicht mit 80 Mio. Deutschen?!?! --- Das heißt dann auch dass für alles was Schwarzenegger in den Staaten verbockt trägt auch noch Österreich Schuld?!?! Dann sind die Tschechen Schuld an HC Strache!?!?

Also das Argument dass Hitler Österreicher war ist mit Abstand das Dümmste was es gibt!!
Wien_1190, 03. 08. '10 13:47
Wie wärs wenn wir uns mal um die kümmern die uns
jetzt "belagern"?!

Wär es nicht um einiges wichtiger, Leute die zwar die Staatsbürgerschaft haben (jedoch kein Deutsch können), auf den Arbeitsmarkt "zu bringen"?!

Wir können nicht unser Staatsbudget für "Ausländer" ausgeben - ansonsten könnte man unser komplettes Steuergeld an die 3te Weltländer verteilen - würde mehr bringen!

Es ist unfassbar, dass man in Österreich darum kämpfen muss (Gott sei Dank gehör ich nicht zu dieser Gruppe), eine Wohnung zu bekommen - einen Job zubekommen, weil es tausende "Austrotürken-Austroserben-Austrowasweißichwas" gibt die solche Jobs für viel weniger - wenn nicht gleich schwarz - machen!

Um die Österreichische Wirtschaft anzukurbeln wäre es sinnvoller den Österreicher! zu unterstützen und nicht abertausende die das Geld nicht im Staat lassen!