Auf den Spuren von Jörg Haiders Millionen:
Wer hatte Zugriff auf die Briefkastenfirmen?
- RH-Präsident Moser dementiert Wissen um Konten
- Ex-FP-Bundesgeschäftsführer Mikscha verschwunden
·Ermittlungen gegen Meischberger-Anwalt?
NEWS Exklusiv: Gerald Toifl im Visier der Justiz
·Meischberger relativiert Tagebuch
Haider-Konten schlagen weiterhin hohe Wellen
·Hausdurchsuchungen in der Buwog-Affäre
FORMAT: Zahlreiche Selbstanzeigen in Causa
·Bestechungen mit den Haider-Millionen?
Das steht im Tagebuch des Walter Meischberger
·Gaddafi, Hussein und brisantes Tagebuch
Jörg Haiders Millionen-
sumpf wird immer tiefer
·Rätsel um Haiders
Briefkastenfirmen
Liechtenstein dementiert Konten mit 45 Millionen
·Auf den Spuren von Jörg Haiders Millionen
Brisant: Wer hatte eine Zugriffsberechtigung?
·Haider-Vermögen in Liechtenstein geparkt
"profil": 45 Millionen bei zwölf Briefkastenfirmen

Im Zusammenhang mit Liechtensteiner Briefkastenfirmen, bei denen der verstorbene Kärntner Landeshauptmann Haider Millionen deponiert haben soll, fallen als Zugriffsberechtigte drei brisante Namen: Ex-Haider-Pressesprecher Karl Heinz Petritz, RH-Präsident Josef Moser (im Bild) sowie Ex-FPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerald Mikscha. Während Petritz und Moser dementieren, ist Mikscha derzeit nicht auffindbar.
"Ich wusste nichts von Geheimkonten und war auch nicht zeichnungsberechtigt", bekräftigte Petritz. Gegenüber dem "Kurier" hatte er erklärt, ihm sage "der Hausverstand", dass die behaupteten 45 Millionen Euro, die Haider vorübergehend auf Liechtensteiner Konten gebunkert haben soll, "viel zu hoch gegriffen sind." Petritz: "Ich war von 1999 bis 2004 in Kärnten, und für diese Zeit kann ich de facto ausschließen, dass der Landeshauptmann derartige Geschäfte unternommen hat. Haider war nie in Liechtenstein."
Moser weiß von nichts
Nichts mit Liechtenstein zu tun haben will auch Ex-FPÖ-Klubdirektor Moser. "Ich habe nie von Konten in Liechtenstein gehört", unterstrich er. Folglich habe er auch nie eine Unterschriftenprobe abgeliefert, geschweige denn sei er für irgendwelche Konten zeichnungsberechtigt gewesen. Nach seinem Wechsel in die Eisenbahn-Hochleistungsstrecken AG (HL-AG) 2003 und spätestens ab seiner Bestellung zum Rechnungshofpräsident 2004 habe er mit Haider auch kaum Kontakt gehabt, versicherte er.
Die Tageszeitung "Österreich" beruft sich aber bei seiner Berichterstattung ausdrücklich auf die "definitive Bestätigung" der zuständigen Ermittler und zitiert einen leitenden Ermittlungsbeamten: "Es gibt keinen Zweifel, dass Dr. Josef Moser einer der drei Zeichnungsberechtigten für die Haider-Konten in Liechtenstein war."
Anfang der 2000er Jahre war Moser mit seiner Verwicklung um die sogenannte "Turnauer-Affäre" in die Schlagzeilen geraten: 1996 soll der mittlerweile verstorbene Großindustrielle Herbert Turnauer der FPÖ fünf Mio. Schilling (363.000 Euro) übergeben haben. Die Spende wurde von der FPÖ stets bestritten. Unstrittig ist freilich, dass Moser, damals Klubdirektor der Freiheitlichen, einen Brief Turnauers beim damaligen Parteianwalt Böhmdorfer deponiert hatte. Moser gab später an, nicht gewusst zu haben, was sich in dem Kuvert befunden habe. Von den Medien zitierte Zeugen berichteten, dass sich im Brief Bündel mit 5.000 Schilling-Scheinen befunden haben sollen.
Mikscha in Paraguay untergetaucht
Mikscha wiederum soll sich in Paraguay aufhalten. Er sei 2004 untergetaucht und soll sich seit rund vier Jahren auf einer Hacienda in der Nähe von Asuncion befinden, berichten Zeugen.
(apa/red)
Causa Buwog15:53
KHG-Anwalt verurteiltAnklage wegen Urkundenunterdrückung - Kanzlei weist die Vorwürfe zurück
US-Präsidentschaftswahlen15:05
Romneys Klotz am BeinDer milliardenschwere Investor macht dem Obama-Rivalen das Leben schwer
Altkanzler in Ungarn13:52
Schüssel lobt OrbanEx-Kanzler bei Konferenz in Budapest: "Regierung verdient Achtung für ihre Arbeit"
