Montag, 2. August 2010

Rätsel um Jörg Haiders Briefkastenfirmen:
Liechtenstein dementiert Millionen-Konten

  • Auch Deutschland und Österreich wissen von nichts
  • "profil" verweist auf vertrauenswürdigen Informanten

Wende in der Geschichte um vermeintliche Millionen-Rücklagen des früheren Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider in Liechtenstein: Die Staatsanwaltschaft in Vaduz dementierte, dass Belege über hohe Vermögenswerte des mittlerweile verstorbenen Ex-FPÖ und BZÖ-Politikers im Fürstentum entdeckt wurden. Auch aus Österreich und Deutschland kam keine Bestätigung der Meldung des Magazins "profil", das in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, dass Ermittler aus Österreich, Deutschland und Liechtenstein im Fürstentum auf rund fünf Mio. Euro gestoßen seien, die Haider zugeordnet würden.

Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) dementierte die Beteiligung an Kontoöffnungen im Zusammenhang mit Haider. "Es ist derlei nicht bekannt. Ich kann das in keinster Weise bestätigen", sagte ein Sprecher der Behörde mit Sitz in Wiesbaden. Keine Stellungnahme gab es dazu seitens der für die Ermittlungen in Sachen Hypo Alpe Adria zuständige deutsche Staatsanwaltschaft München I. "

Aus Vaduz kam wie aus Wiesbaden ein Dementi: "In den in Liechtenstein beschlagnahmten Unterlagen sind keine Konten oder Gesellschaften aufgetaucht, die von Dr. Jörg Haider oder seinem unmittelbaren Umfeld kontrolliert wurden oder werden", heißt es in einer Stellungnahme der Leitenden Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft Wien, die im Zusammenhang mit der BUWOG-Privatisierung mit den deutschen Ermittlungsbehörden zusammenarbeitet, betont, dabei nicht auf Konten mit Verbindung zu Haider gestoßen zu sein: "Wir haben auch Liechtensteiner Konten. Dort findet sich aber kein Hinweis in diese Richtung." Die Klagenfurter Staatsanwaltschaft bestätigt zwar Rechtshilfeansuchen an die Kollegen in Liechtenstein in der Causa Hypo, nicht aber konkret zu den im Fürstentum aufgetauchten angeblichen Briefkastenfirmen. Die am Wochenende publik gewordenen Informationen über Haiders angebliche Konten hätten ihn überrascht, sagte Gottfried Kranz, Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt.

"profil" vertraut Informanten
"profil" will sich vorerst auf keine weitere Diskussion über seine Story betreffend angeblicher Haider-Konten einlassen. Wirtschafts-Ressortleiter Michael Nikbaksh betonte nach den Dementis aus Liechtenstein: "Wir halten unseren Informanten nach wie vor für vertrauenswürdig."

Das Magazin hatte berichtet, dass Haider im Laufe seiner politischen Karriere ein weit verzweigtes Netzwerk von Treuhandkonten in Liechtenstein aufgezogen hatte, über das er Millionen Euro verschieben haben lassen. Liechtenstein war "profil" zufolge im Frühjahr Schauplatz einer konzertierten Aktion von Ermittlern aus Österreich, Deutschland und dem Fürstentum selbst. Unter strengster Geheimhaltung seien die Bankverbindungen von 46 in Vaduz und Schaan eingetragenen Briefkastengesellschaften geknackt worden. Demnach hätte der Landeshauptmann zu Lebzeiten über Treuhandkonstruktionen Zugriff auf ein Dutzend Liechtensteiner Briefkästen gehabt. Auf deren Konten seien nach vorläufigen Erkenntnissen vorübergehend nicht weniger als 45 Millionen Euro gebunkert worden, aktuell sollen allerdings fünf Millionen verfügbar sein.

(apa/red)

2.8.2010 17:09
hary1965, 02. 08. '10 18:23
Vertrauenswürde Infos der Multikulti
und Schicki micki Szene haben wahrscheinlich zu dieser Zeitungsente geführt, Profil sollte aufpassen in Bezug linker Träumer eine seriöse Prüfung bezüglich Infos von Informanten zu vernachläßigen und eine generelle Hetze der Multikulti Szene gegenüber anders Denkenden zu veranstalten. Das Bevölkerungsaustausch Programm dieser Szene wird viele Wähler und auch Zuwanderer überhaupt nicht interessieren. Bisher kannte ich die Profil als gute Zeitung, aber nun mit derartigen Enten das Wahlverhalten zu beeinflußen ist schlichtweg ein Frechheit und geht zu weit. Eine Millionen Klage der Geschädigten sollte die Folge sein
stabilis, 02. 08. '10 17:30
Ups...
....also wenn doch keine Haider Millionen da sind würde ich doch gerne ein paar vom Meinl haben - falls er die nicht mehr brauchen sollte!
obersklave, 02. 08. '10 17:25
wahlkampf?
vermutlich eine linke hardcore-sozi berichterstattung.
sicher wieder eine hetze der spö im wiener vorwahllkampf.....
das kann ja dann noch heiter werden, wenn das so weiter geht :-)
1110_Wien, 02. 08. '10 17:52
Re: wahlkampf?
ja, linke Hetze, damit ja keiner den Haider als Wiener Bürgermeister wählt!
obersklave, 02. 08. '10 19:06
Re: wahlkampf?
kammen nicht die spö und grünen nach dem wahlergebnis in kärnten ende 2008 mit dem spruch " hier wurde ein toter gewählt"
die haben sogar vor einem toten schiess!
ja ja, alles ist möglich
klugscheisser8, 02. 08. '10 17:12
Abwarten
Bevor hier pauschal auf profil eingeschlagen wird, sollte man lieber noch abwarten, was noch herauskommte. Der Wind kann sich bekanntlich sehr rasch drehen ...
write, 02. 08. '10 16:17
TYPISCH LINKE PRESSE
Eigentlich zum kotzen- einfach offensichtlich erfundene Behauptungen in den Raum stellen.
Solcher Journalismus ist eine Schande für Österreich...
write, 02. 08. '10 16:19
Re: TYPISCH LINKE PRESSE
Wenn ich denke, was Profil noch unter Worm war.... und Heute ? Häuslpapier...
Ich hoffe, da setzt es eine saftige Verleumdungsklage der Familie gegen diese Ratten...
Bin_Maden, 02. 08. '10 19:10
Re: TYPISCH LINKE PRESSE
Hmm...was soll denn das sein, die "linke Presse", faktisch alle Tageszeitungen und Magazine in Ö. befleissigen sich rechtstendenziöser bzw. reaktionärer Inhalte, allen voran die "Kronen Zeitung". Als echte "linke Presse" kann man eigentlich nur die "Volksstimme" orten, deren Leserschaft jedoch verschwinden klein ist.
write, 02. 08. '10 19:46
Re: TYPISCH LINKE PRESSE
Ich erkläre es dir, sonst verstehst du es ja wieder nicht....
Mit linker Presse meint man die News-Profil Gruppe (Pelikan+ Genossen sind ja wohl Links von den Grünen) und die neue Fellner Zeitung Österreich.
Marc99, 02. 08. '10 20:15
Die österr. Medienlandschaft ist mit Sicherheit linkslastig
Allen voran natürlich der ORF. Rechtslastige Medien darf es hier ja schon aus gesetzlichen Gründen nicht geben. Die Kronenzeitung steht bestenfalls in der Mitte.
Bin_Maden, 03. 08. '10 00:03
Re: TYPISCH LINKE PRESSE
"Rechtslastige Medien darf es hier ja schon aus gesetzlichen Gründen nicht geben. " --- ach, wie niedlich, was ist denn dann die "National Zeitung"? Ach so, die ist nur ganz kitzeklein, praktisch unwahrnehmbar rechts der Mitte, wo sich ja die "Krone" befindet. Also ihr rechten Propagandafutzis seid echt zum schiessen, fürwahr... xD
Marc99, 03. 08. '10 07:11
Danke für den Hinweis linker Propagandafutzi
Ich kenne die Nationalzeitung nicht. Wenn sie von Menschen wie ihnen kritisiert wird ist sie mit Sicherheit lesenswert und darum werde ich schauen, dass ich sie bekomme. Ich bin durch derartige Hinweise schon öfters auf die wenigen Medien gestossen die es rechts der Mitte gibt. Übrigens im Internet, da die österr. Gesetzgebung eine ausgewogene Printmedienlandschaft ja unterbindet.
Marc99, 02. 08. '10 16:09
Pressefreiheit
Zeitungsschmierer dürfen immer behaupten was sie wollen ob es nun stimmt oder nicht. Keine Story kann dafür zu phantastisch sein. Und wenn dann irgendwann der Gegenbeweis erbracht wird (was in den seltensten Fällen möglich ist) wird halt eine kleine Gegendarstellung abgedruckt die in so unverständlichem Juristendeutsch gehalten ist, dass jeder nach der 2.Zeile zu lesen aufhört. Aber bis dahin hat die Redaktion schon wieder ein Riesenvermögen verdient, das sogar allfällige Strafzahlungen mehrfach abdeckt. Einfach typisch News-Verlagsgruppe.
ablaton, 02. 08. '10 17:38
Re: Pressefreiheit
Selbiges gilt auch 1:1 für Politiker.
silbermond66, 02. 08. '10 15:36
Gute Nacht "Profil"!
Niemand weiss etwas von den ominösen Geheimkonten
des vor zwei Jahren verstorbenen Jörg Haider. Nur Profil
musste wieder einmal sein Sommerloch stopfen und über
Jörg Haider berichten, was dieser so alles angerichtet hat,
was für ein böser Mensch er war usw. Aber weder Liechten-
stein, Deutschland noch Österreich wissen etwas von solchen Konten, nur Profil hat wieder einmal die Weisheit
mit dem Löffel gegessen. Eine Geschichte von Jörg Haider
verkauft sich anscheinend auch noch 30 Jahre nach dessen
Tod noch gut, wenn es dann Profil noch gibt, wenn diese
Zeitschrift so weiter macht, sicher nicht. GUTE NACHT
PROFIL !!!