Gaddafi, Hussein, brisantes Tagebuch ...
Haiders Millionen-Sumpf wird immer tiefer
- Meischberger-Tagebuch legt diverse Zahlungen offen
- Zeugenaussage bestätigt Millionenzahlung an Haider
Uwe Scheuch: "Weder ausschließen noch bestätigen"
·Ermittlungen gegen Meischberger-Anwalt?
NEWS Exklusiv: Gerald Toifl im Visier der Justiz
·Meischberger relativiert Tagebuch
Haider-Konten schlagen weiterhin hohe Wellen
·Hausdurchsuchungen in der Buwog-Affäre
FORMAT: Zahlreiche Selbstanzeigen in Causa
·Bestechungen mit den Haider-Millionen?
Das steht im Tagebuch des Walter Meischberger
·Gaddafi, Hussein und brisantes Tagebuch
Jörg Haiders Millionen-
sumpf wird immer tiefer
·Rätsel um Haiders
Briefkastenfirmen
Liechtenstein dementiert Konten mit 45 Millionen
·Auf den Spuren von Jörg Haiders Millionen
Brisant: Wer hatte eine Zugriffsberechtigung?
·Haider-Vermögen in Liechtenstein geparkt
"profil": 45 Millionen bei zwölf Briefkastenfirmen

In der vom Nachrichtenmagazin "profil" ins Rollen gebrachten Geschichte um vermeintliche Millionen-Rücklagen des früheren Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider in Liechtenstein gibt es nun neue Gerüchte. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt erklärte gegenüber dem ORF-Radio, es gebe eine Zeugenaussage, wonach es eine 45 Millionen Euro-Auslandszahlung auf ein Haider-Konto gegeben haben soll. Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi soll involviert sein.
Die Wochenzeitung "Falter" sowie der "Kronen Zeitung" berichten von einem angeblichen Tagebuch des ehemaligen Haider-Vertrauten Walter Meischberger. Darin berichtet dieser laut "Falter" über Zahlungen von 45 Mio. Euro an die FPÖ durch al-Gaddafi. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte die Existenz eines solchen Tagebuches. Weder Meischberger noch sein Anwalt waren vorerst für eine Stellungnahme zu erreichen.
Zahlungen von der Familie Hussein?
Das Tagebuch war bei der Hausdurchsuchung (im Zuge der Causen Immofinanz/BUWOG/Constantia) bei Meischberger gefunden worden, sagte Staatsantwaltschafts-Sprecher Thomas Vecsey. Über den Inhalt machte er keine Angaben. Laut "Falter" berichtet Meischberger in dem Notizbuch aber nicht nur über angebliche Zahlungen von Gaddafi. Es sei auch von Millionen-Beträgen die Rede, die von den Söhnen des ehemaligen irakischen Diktators Saddam Hussein stammen sollen. Teile des Vermögens sollen von Vertrauten Haiders von der Schweiz nach München in Sicherheit gebracht und bei der Hypo angelegt worden sein, lautet der Verdacht laut "Falter".
Meischberger beruft sich demnach in seinem angeblichen Tagebuch auf Gespräche mit dem ehemaligen Protokollchef Haiders, Franz Koloini. Dieser bestätigte eine Unterhaltung mit Meischberger, allerdings soll es sich dabei nur um Gerüchte gehandelt haben. Ob tatsächlich Geld geflossen sei, könne er nicht sagen.
Bestechung mit Geldern durchgeführt?
Laut "Falter" ist in dem Tagebuch unter anderem auch festgehalten, dass es im Zuge der 45 Mio. Euro-Überweisung von Gaddafi zu seltsamen Verwendungen der Gelder gekommen sein soll. So ist von Bestechung die Rede sowie davon, dass einem Medienunternehmen eine "Titelgeschichte weggekauft" worden sein soll.
Doch auch nach dem Auftauchen dieser neuen Gerüchte glaubt FPK-Chef Uwe Scheuch weiterhin nicht daran, dass an den Vorwürfen etwas dran ist. Er wisse "gar nichts" über angebliche Konten von Jörg Haider beziehungsweise dessen Umfeld in Liechtenstein oder der Schweiz, sagte er in der "ZiB 2" der ORF. Zu den angeblichen 45 Mio. Euro, die vom libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi an Haider geflossen sein sollen, sagte Scheuch, er könne das "weder ausschließen noch bestätigen".
(apa/red)
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